Einarmiger Mann sollte Verwarnung für fehlende zweite Handbremse am Rad zahlen

Im März diesen Jahres hat die Kölner Polizei einen Mann auf einem Fahrrad in der Innenstadt angehalten und ein Verwarngeld von 25 Euro verhängt.

Die Begründung: Er habe nur eine Handbremse am linken Lenker, nicht aber am rechten.

Straßenverkehrzulassungsordnung, Teil B „Fahrzeuge“, Abschnitt 3, Paragraf 65, Ziffer 1: „Fahrräder müssen zwei voneinander unabhängige Bremsen haben.“

Das Problem: Der Mann ist schwerbehindert und hat keinen rechten Arm.

Der Polizist hat dies jedoch ignoriert und auf der Verwarnung bestanden. Es fehle die rechte Handbremse für den Vorderreifen und sei damit ein Verstoß gegen die einschlägige Vorschrift. Der Mann war baff und zahlte zunächst das Geld. Dazu schrieb er drei Tage Später eine Beschwerdemail an die  Kölner Polizei und hörte wochenlang nichts.

Letzte Woche kam dann die Entschuldigung: Es handele sich um einen Fehler der Behörde und das Rad sei vollkommen verkehrssicher.

Auch auf der Facebook Seite der Kölner Polizei war eine öffentliche Entschuldigung dazu zu finden, die mittlerweile aber wieder gelöscht wurde.

Schlagworte:
, , , , , ,