Handy im Teich verloren: 16-Jähriger will mit Klo 2 Millionen Liter Wasser aus See abpumpen

Ein 16-Jähriger aus Meppen (Niedersachsen) hängt wohl so sehr an seinem Handy, dass er außergewöhnliche Maßnahmen in die Wege leitete. Der junge Mann verlor sein Handy in einem Anglerteich in Meppen-Rühle.

Um wieder in Besitz seines Gerätes zu kommen, sollten keine Kosten und Mühen gescheut werden: So sollten zuerst Taucher nach dem Smartphone suchen, Geld spiele dabei keine Rolle, seine Eltern würde die Kosten übernehmen. Der Anglerverein „Catch und Kill“, der für die Betreuung des Sees zuständig ist, lehnte dieses Ansinnen ab. Wer glaubt, das sei angesichts der Verhältnisse schon kurios, muss sich jetzt auf eine Steigerung gefasst machen. Die neue Idee des 16-jährigen ging noch einen Schritt weiter, nun sollte der komplette See leer gepumpt werden.

Dazu besorgte er sich zwei Pumpen, die die immerhin zwei Millionen Liter Wasser aufsaugen und abführen sollen. Ist eigentlich das schon ein Ding der Unmöglichkeit – der See hat zudem einen natürlichen Zufluss – kommt es bei der Ableitung des Wassers noch dicker: „Ein Schlauch von einer Pumpe führte auf einen Acker nebenan, und der andere führte direkt in unsere selbstgebaute Toilette“, so „Teichvater“ Heinz-Hermann Kremer vom privaten Anglerverein „Catch und Kill“.  Der Tank der Toilette kann 1.000 Liter fassen – nach Angaben des jungen Mannes liefen die Pumpen bereits 3 Tage. Die Sauerei war unübersehbar, der Inhalt des Fäkalienbeckens der Toilette und das abgepumpte Wasser verteilten sich auf dem Gelände. Nach Angaben eines Polizeisprechers entstand ein erheblicher Sachschaden.

In der Sache ermittelt nun die Polizei wegen diverser Vorwürfe, die den leichtsinnigen Jugendlichen bereits vorgeladen hat. Ihm wird neben der Sachbeschädigung vorgeworfen, für die Elektropumpen Strom geklaut zu haben und das Gelände ohne Genehmigung betreten zu haben.

Quelle: NDR vom 28.07.2014

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  • kreuter

    Die Sache ist ohne Zweifel lustig. Für den Betroffenen eher nicht und das leider auch weibliche heimische Presse den Bericht darüber medial vermarktete Kinderarbeit detailliert das mit den angegebenen Stichworten problemlos Rückschlüsse, im rutschigen Emsland sowieso, möglich sind.

    • kreuter

      DA war das Vervollständigungsprogramm sehr eigensinnig. Sorry, es sollte heissen: Aufgrund des detaillierten Berichtes der Heimatzeitung, die auch für die bundesweite mediale Vermarktung sorgte, ist ein Rückschluss auf den Namen des Heranwachsenden relativ leicht. Im tratschigen Emsland sowieso. Könnte mir sehr gut vorstellen das der Jugendliche psychische Probleme bekommt.

  • franz

    Man könnte auch auf den Gedanken kommen, die hätte er bereits.