Herr Professor, Sie treiben mich in die Prostitution

Geschockt musste der Jura Professor Detlev Belling aus Potsdam feststellen, welche Zeilen eine Studentin ihm auf einer Klausur hinterlassen hat:

“Ich möchte mich hiermit bei Ihnen bedanken, dass Sie mich so sehr in den Arsch gefickt haben. Sie treiben mich in die Prostitution, weil ich sonst nichts anderes kann und ein Studium ich mir nicht mehr leisten kann, da im 4. Semester mein Anspruch auf Bafög wegfällt. Falls wir uns dann in irgendeinem Puff wiedersehen, wissen Sie warum.”

Anstatt die schuldrechtliche Fragestellung der Klausur, welche sie als unfair empfand, zu bearbeiten, diffamierte die Studentin Belling und seine Kollegen auf dem Antwortpapier. Laut ihren Aussagen sei der abgefragte Stoff in der Vorlesung nicht ausreichend behandelt, gar als nicht klausurrelevant beschrieben worden. Daraus habe die Frau geschlossen, dass man sie ruinieren wolle.

Der Professor sah sich durch die Beleidigungen in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt und erstattete Anzeige gegen die Studierende. Er empfand den schriftlichen Angriff auf seine Person als sexuelle Belästigung und führt sogar den Fall Brüderle als Vergleich an.

Nachdem die Geschehnisse eine heftige Debatte über sexuelle Belästigung und deren Geschlechterrollen ausgelöst hatte, äußerte Belling, er würde eine persönliche Entschuldigung der Studentin akzeptieren und die Strafanzeige zurückziehen.

Die Leitung der Universität Potsdam äußerte, sie werde von ihrem Recht, als Dienstherr des Professors eine entsprechende Strafanzeige zu stellen, nicht Gebrauch machen.

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