Österreicherin verlangt Schadensersatz für Erektionsstörung ihres Mannes

Der Oberste Gerichtshof in Wien wies die Revision in einer kuriosen Rechtssache ab. Die Klägerin verlangte Schadenersatz für das Erektionsproblem ihres Ehemannes.

Als Folge eines Verkehrsunfalles erlitt der Ehepartner der Dame einen Beckenbruch. Als Langzeitfolge resultierte daraus eine erektile Dysfunktion. Daher forderte die Klägerin „Schadensersatz für den Verlust der aus dem Sexualleben ersprießenden gemeinsamen Lebensfreude“, so der OGH.

In den Vorinstanzen hatte die Frau keinen Erfolg. Sie selbst hatte noch keinen Arzt konsultiert, sah ihre psychische Beeinträchtigung jedoch als derart gravierend an, dass diese die Annahme eines psychischen Krankheitsbildes rechtfertige.

Auch der OGH in Wien schloss sich der Auffassung der vorangegangen Instanzen an und wies die Revision zurück. Es ermangele dem Vorliegen einer „erheblichen Rechtsfrage“. Der Gerichtshof führte aus, die „Klägerin habe ihren Zustand selbst noch nicht für behandlungsbedürftig gehalten. Anhaltspunkte für eine aktuelle psychische Beeinträchtigung bestünden daher nicht.

Quelle: APA, 18.7.2014

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