Tantra-Massagen als sexuelles Vergnügen steuerpflichtig

Der VGH Baden-Württemberg hat in einem heute bekannt gegebenem Urteil entschieden, dass Tantra-Ganzkörpermassagen sexuelles Vergnügen und damit vergnügungssteuerpflichtig sind. Die Revision einer Massagestudiobetreiberin gegen die Stadt Stuttgart wurde damit abgewiesen.

Das Angebot von Tantra-Massagen als Ganzkörpermassagen unter Einbeziehung des Intimbereichs in einem Massage-Studio sei auch eine „gezielte Einräumung der Gelegenheit zu sexuellen Vergnügungen“, urteilte das Gericht. Denn eine solche Massage biete „bei objektiver Betrachtungsweise eine Zerstreuung und Entspannung mit erotischem Bezug“. Folglich unterfallen die angebotenen Tantra-Massagen der Stuttgarter Vergnügungssteuersatzung.

Die Studiobetreiberin war der Meinung, Ganzkörpermassagen laufen nach striktem Tantra-Ritual ab und seien in erster Linie nicht auf das sexuelle Vergnügen, sondern auf ganzheitliches Wohlbefinden ausgerichtet. Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht.

Quelle:
VGH Baden-Württember, Urteil vom 03.07.2014 – Az. 2 S 3/14.

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  • Ich bin ein Tantra Fan und finde das dies die beste Kombination für Körper, Geist, Seele und Herz ist… :)
    Es ist ein falsches und leider weit verbreitetes Verständnis von Tantra, dass es hier in erster Reihe um Sexualität geht. Wie man auch aus diesen Artikel lesen kann, und die meisten denke es sein nur Sexualer Art, aber ist es nicht, oder besser gesagt nicht nur Sex… Erstens wirkt es heilbar und entspannend für die Seele, wen es aber den ein oder anderem bei seiner Sexualität hilf bietet, wieso nicht. Aber jetzt die Massagen als Sexualität zu interpretieren ist nicht korrekt.