US-Gefängnisbehörde vergisst Vollstreckung einer 13 jährigen Freiheitsstrafe

Die Gefängnisbehörde von Missouri hat vergessen, eine 13 jährige Freiheitsstrafe zu vollstrecken. Der Täter war im Jahr 2000 wegen bewaffneten Raubüberfalls auf ein Fast-Food-Restaurant zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Anschließend sollte er die Informationen bekommen, wann und wo seine Haftstrafe anzutreten sei. Die Informationen kamen nie.

13 Jahre später, im Juni 2013 als seine Strafe enden sollte, fiel einem Mitarbeiter der Gefängnisbehörde auf, dass er sie nie angetreten hat. Ohne zu zögern holten ihn daraufhin gleich acht Vollzugsbeamte zu Hause ab und er kam in Haft  – bis Mai 2014. Nach einer Anhörung entließ ihn der Richter nach 11 Monaten Haft wegen „vorblichen Lebenswandels“ vorzeitig aus dem Gefängnis.

Der Mann habe in den Jahren eine Familie mit mehreren Kindern sowie mehrere Bauunternehmen gegründet, betreue eine Football-Jugendmannschaft und engagiere sich in der Kirchengemeinde.

Der Fall hatte in den vergangenen Monaten für internationale Aufmerksamkeit gesorgt. Eine Online-Petition für seine Freilassung hatten auf Change.org über 35.000 Menschen unterzeichnet.

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