US-Gericht spricht Witwe von Kettenraucher 23,6 Milliarden Dollar Schadensersatz zu

Ein Gericht in Florida hat der Witwe eines Kettenrauchers Schadensersatz in Höhe von 23,6 Milliarden Dollar (das entspricht 17,5 Milliarden Euro) zugesprochen. Ihr Mann war im Alter von 36 Jahren an Lungenkrebs verstorben.

Die Klägerin trug vor, der Tabakkonzern R.J. Reynolds Tobacco Company, welcher unter anderem hinter den Marken Camel und Pall Mall steht, habe die gesundheitliche Gefährlichkeit ihrer Rauchwaren und deren Suchtpotential verschwiegen und ihren Ehemann nicht ausreichend gewarnt.

Die Jury kam zum Ergebnis, dass das Unternehmen nicht hinreichend darüber informiert habe, dass Zigaretten giftige Stoffe beinhalten und Nikotin zur Abhängigkeit führen kann.

Die Verteidigung kündigte umgehend an, in Berufung gehen zu wollen, da das Urteil völlig übertrieben sei und sogar gegen Verfassungsrecht verstoße.

Mit der Verurteilung zu einem sehr hohen Geldbetrag will man wohl ein Zeichen setzen. Um ähnlich hohe Beträge ging es bereits in vergangenen Prozessen gegen Tabakkonzerne. Oft wurden die Beträge jedoch im weiteren Verlauf drastisch gekürzt.

Quelle: New York Times

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