Am Flughafen auf Kot ausgerutscht – Wer haftet?

Etwas skurril liest sich der Sachverhalt, der sich am Flughafen Wien-Schwechat zugetragen hat. Eine Reisende rutschte in der Abfertigungshalle aus – auf einem Haufen Kot. Dabei zog sich die Geschädigte Knochenbrüche zu.

Die 69-jährige Klägerin begehrte die Feststellung, dass die Flughafengesellschaft für die Sturzfolgen hafte. Die Flughafengesellschaft hätte ihre Verpflichtung zur ordnungsgemäßen Reinigung nicht erfüllt. Nachdem die Vorinstanzen bereits einen Anspruch ablehnten, bestätigte dies nun auch der Oberste Gerichtshof.

Zu haften habe hier nicht die Flughafengesellschaft sondern die Fluglinie. Das von der Flughafengesellschaft beauftrage Reinigungsunternehmen handle als Erfüllungsgehilfin der Fluglinie, da diese in deren Pflichtenkreis tätig ist.

Diese Pflicht ergäbe sich schon aus dem Beförderungsvertrag mit der Airline. Bestandteil dessen sei auch die Zurverfügungstellung entsprechender Örtlichkeiten für die Abfertigung des Fluges. Dazu gehöre auch die hier gegenständliche Abfertigungshalle. Dort beinhalte die vertragliche Pflicht der Airline auch die gefahrlose Nutzung der Flächen.

Quelle:
Tiroler Tageszeitung vom 19.08.14

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  • Raoul

    Auch wäre die Frage zu klären, ob es sich um Kot tierischen oder menschlichen Ursprungs handelt. In letzterem Fall könnte mittels DNA-Test der Verursacher ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden. Notfalls über einen Massen-Gentest. Dann hätte die Fluglinie einen Regressanspruch gegenüber dem Verursacher, nicht aber die geschädigte Person, die die Fluglinie erstmal dazu bringen müsste, einen Schadensanspruch geltend zu machen. #rechtlicheproblemediebedenkenbereiten