Berufsverbot – Tierarzt hatte Sex mit Hund und Pferd

Das Disziplinarkomitee der Royalen Vereinigung der Tierärzte (RCVS) in London erteilte dem 28-jährigen Tierarzt Oliver Lown aus Ipswich (England) lebenslanges Berufsverbot. Videos auf seinem Handy und Laptop zeigten den Tierarzt bei sexuellen Handlungen mit einem Hund und einem Pferd. Identifiziert werden konnte er durch ein grünes Stern-Tattoo an seinem Bein. Der Mann soll im Internet mit seinen Aktivitäten geprahlt haben, worauf die Ermittler auf ihn aufmerksam wurden. Außerdem soll er in Besitz von „extremen“ Fotos von Menschen und Tieren in Aktion gewesen sein. 

Bereits 2011 stand der Mann wegen seiner perversen Neigungen vor Gericht. Vorgeworfen wurde ihm, extrem pornographische Fotos von Tieren und Menschen zu besitzen. Lown bekannte sich in allen sieben Anklagepunkten für schuldig. Die Staatsanwaltschaft entschied aber, ihn nicht wegen Sodomie anzuklagen.

Das RCVS-Komitee hatte jedoch keine Zweifel an seiner Schuld.
„Das Komitee hat keine Zweifel an der Echtheit des Materials und an seinem eigenen Verhalten, das den Missbrauch von Tieren und einem völligen Mangel an Respekt für ihr Wohlbefinden zeigt“, sagte die Ausschuss-Vorsitzende Noreen Burrows der „Daily Mail“. „Der einzige Weg, das Vertrauen in die Vereinigung zu wahren sei es, ihn aus dem Verzeichnis zu streichen.“

Sodomie ist innerhalb Europas nur noch in England, wie auch in Nordirland und Wales strafbar.
Übrigens: In Deutschland ist alleine der Sex mit Tieren seit 1969 keine Straftat mehr, aber seit 2013 wieder eine Ordnungswidrigkeit. § 3 Nr. 13 des deutschen Tierschutzgesetzes lautet: Es ist verboten, ein Tier für eigene sexuelle Handlungen zu nutzen oder für sexuelle Handlungen Dritter abzurichten oder zur Verfügung zu stellen und dadurch zu artwidrigem Verhalten zu zwingen. Über § 18 Nr. 4 des Tierschutzgesetzes ist ein Verstoß mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro sanktioniert. Die Verbreitung von tierpornographischem Material wird hierzulande jedoch nach § 184a StGB bestraft.

Fundstelle: Daily Mail vom 29.07.2014

Schlagworte:
, , , , , , , , , ,
  • Lexi

    Der Mann stand 2011 bestimmt nicht wegen irgendwelcher Neigungen vor Gericht sondern wegen Besitz des Bildmaterials.
    Neigungen, Vorlieben, Orientierungen etc sind zum Glück seit langer Zeit nicht strafbar. Nur entsprechendes Ausleben zum Schaden anderer.