Im Gefängnis Jura studiert – selbst frei geklagt – fast 10 Millionen Euro Entschädigung bekommen

Wegen Mordes verurteilt. Über 16 Jahre hinter Gittern verbracht. Dort Jura studiert und sich dann selbst frei geklagt – diese unglaubliche Geschichte ereignete sich im US-Bundesstaat New York.

Es war ein Justizirrtum, der Jabbar Collins wegen angeblichen Mordes ins Gefängnis brachte. Im Jahr 1995 soll er im Alter von 21 Jahren einen Rabbi getötet haben. Doch auf widersprüchliche Zeugenaussagen, mangelnden Informationsfluss zur Zeit seines Prozesses und andere Missstände wurde er erst beim Studium seines eigenen Falles aufmerksam.

Collins absolvierte während seiner Haftzeit ein Jurastudium. Mit dem gewonnen Wissen gelang es dem 42-Jährigen sich selbst aus dem Gefängnis zu klagen. Seine Beschwerde bei Gericht wurde erhört und er im Jahr 2010 freigesprochen.

Außerdem gab es für den fälschlich Inhaftierten Ausgleiszahlungen vom Staat in Höhe von insgesamt knapp 10 Millionen Euro.

Zurück in der Freiheit assistierte Collins zunächst in der Anwaltskanzlei seines Verteidigers. Nun strebt er an, Priester zu werden.

Quelle:
Focus vom 21.08.14

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  • irgendwer

    Sehr unglaubwürdig. Gerade in den USA (Das Imperium) gibt es keine Justizirrtümer. Auch dann nicht, wenn sie bewiesen sind. Die Justiz geht dort sehr streng davon aus, dass sie unfehlbar ist. Demnach gibt es auch keine Entschädigungen.