Arbeitsgericht Regensburg – Außerordentliche Kündigung wenn es am „Fötzchen“ brennt

Wer seinen Kollegen oder Vorgesetzten gerne E-Mails mit perversem Inhalt sendet, sollte in Zukunft vorher besser gut überlegen. Ein Angestellter nahm an einem Workshop teil, der von seiner Vorgesetzten geleitet wurde. Zu Beginn der Veranstaltung sendete der Mann seiner Chefin vom Smartphone aus eine Email mit diesem Anhang:

fotze

Während des Workshops wurde dieses Bild nicht weiter thematisiert. Danach meldete die Vorgesetzte den Vorfall ihrem Arbeitgeber und es kam zu einem Personalgespräch. Der Mitarbeiter sagte, er habe dieses Bild als witzig empfunden, ihm tue der Vorfall leid und er habe sich bereits bei der Dame entschuldigt.

Ein paar Tage später befragte der Arbeitgeber den Betriebsrat. Dieser wollte sich nicht äußern. Daraufhin wurde dem Angestellten eine außerordentliche, hilfsweise ordentliche Kündigung geschickt. Der Angestellte wehrte sich vor dem Arbeitsgericht Regensburg mit einer Kündigungsschutzklage gegen die fristlose Entlassung.

Das Gericht war der Ansicht, dass es sich bei dem Inhalt dieser Email um eine sexuelle Belästigung der Vorgesetzten handelte. Ob die darin enthaltene Anzüglichkeit beabsichtigt war oder nicht, spiele keine Rolle. Es sei jedenfalls davon auszugehen, dass Frauen ein solches Bild als unerwünschte Belästigung empfinden. Daher sei eine fristlose Kündigung gerechtfertigt.

Fundstelle: Arbeitsgericht Regensburg, Az. 7 Ca 3201/12.

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  • Auch wenn ich schmunzeln musste, ist es ein absolutes Unding einer vorgesetzten ein solches Bild zu schicken.
    Wer sowas tut muss sich echt nicht wundern gekündigt zu werden!

    Gruß Richard

  • Christian Rodig

    Die gleichen JuristInnen können schlüssig erklären, wieso „Am Säckchen“ keine unerwünschte Belästigung darstellt und somit auch keine Kündigung einer Frau nach sich zieht. Wir sind in der Endphase des Medienfeminismus angelangt. Vorwurfssüchtige Frauen nutzen jede Gelegenheit, die Puppen tanzen zu lassen. Vorauseilender Gehorsam der Korrekten und Beischlafbettler hält die Justiz im Klammergriff.

    Die Kommentare des vernetzten Volkes zeigen deutlich mehr Durchblick und verbannen derartige Urteile auf den Abfallhaufen der Rechtsgeschichte.

    • Jaques

      Genau darauf läuft es hinaus, stimme Ihnen voll zu, es macht nichts aus was jemand macht sondern ‚wer ‚.
      Eine Frau auf meiner damaligen Arbeitsstelle , sie war ca.10 Jahre älter als ich, hatte mich mal beim bücken voll am Hintern gepackt und schaute mich dabei ordinair an.
      Hatte mich daraufhin dann beim Chef beschwert. „Stell dich nicht so an‘..etc…war die Relativierung.

      Aber was wäre gewesen wenn ich es bei einer weiblichen Kollegin getan hätte?

  • AH

    Also im Zusammenhang mit dem Foto ist die email meiner Meinung nach lustig und dürfte unter Erwachsenen auch kein Problem sein. Aber das ist nur meinen Meinung und mein Humor. Also Vorsicht ist geboten,

  • Dollenknoeter

    Uiii … ich hatte das Bild vorher nur in schlechterer Qualität, und wollte nur schnell ein besseres suchen, bevor ich’s meiner Chefin schicke …