Ein Fall für zwei: Einsamer Esel bekommt gerichtlich angeordneten Partner

Der Besitzer eines Esels klagte gegen die Anordnung des Kreises Bernkastel-Wittlich, einen zusätzlichen Esel zu seinem zu stellen und die Tiere auf einem 500 Quadratmeter großen Gelände unterbringen zu müssen. Untergebracht ist der Esel momentan in einem etwa 50 Quadratmeter großen Gehege in Hanglage.

Hintergrund waren Kontrollen des Kreis-Veterinärs, wobe sich der Esel verhaltensauffällig zeigte: Aufgrund der Haltungsbedingungen sei der Esel übermäßig scheu und verängstigt gewesen, so die Begründung der behördlichen Anordnung.

Das Verwaltungsgericht Trier entschied, dass ein Esel grundsätzlich nicht allein gehalten werden sollen und deshalb aus tierschutzrechtlichen Gründen der Gesellschaft anderer Artgenossen bedarf.

Die Einzelhaltung stehe im Widerspruch zum Tierschutz, weil sie „das Bedürfnis des Esels nach sozialem Kontakt unangemessen“ einschränke.

Die jahrelange Einzelhaltung sei für das Zusammenbringen mit weiteren Artgenossen nicht schädlich, so das Gericht. Hingegen gab es dem Kläger insofern Recht, als dass eine 500 Quadratmeter große Weide jedoch nicht erforderlich sei.

Quelle:
Verwaltungsgericht Trier, Urteil vom 16.06.14 – 6 K 1531/13.TR

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