Hier kommt die Maus: Kein Schadensersatz wenn Mäuschen im Flieger für Verspätung sorgt

In Punta Cana (Dominikanische Republik) stieg neben den Passagieren auch eine Maus an Bord des Flugzeugs, vermutlich ist sie über das Gepäck in die Maschine gelangt. Aus Sicherheitsgründen durfte das Flugzeug deshalb zunächst nicht starten.

Eine Passagierin klagte auf Schadensersatz, der ihr nach der EU-Fluggastrechteverordnung bei einer Verspätung ab fünf Stunden grundsätzlich auch zusteht.
Das Amtsgericht Düsseldorf wies die Klage jedoch vollumfänglich ab (Urt. v. 08.10.2014, Az. 47 C 17099/13).

Ein Schadensersatzanspruch bestünde nämlich nur in den Fällen, in denen die Airline auch verantwortlich sei. Hier war aber ein kleiner Nager die Ursache der Verspätung, dafür könne die Airline nichts. Eine Maus im Flugzeug stelle „ein nicht vorhersehbares und nicht beherrschbares Ereignis dar“.

Dies befreie die Airline von Schadensersatzpflichten, zumal sie alles unternommen habe, um möglichst schnell ein Ersatzflugzeug bereitzustellen.

Quelle: Legal Tribune ONLINE, 09.10.2014

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