Ich will da rein: 35-jähriger will unbedingt ins Gefängnis

Mit einer ungewöhnlichen Bitte eines 35-jährigen Königsbrunner (Landkreis Augsburg) mussten sich die Justizvollzugsanstalt Kaisheim und die Polizei Donauwörth auseinander setzen.

Der Mann erschien in der Justizvollzugsanstalt und teilte dort mit, er wolle nun seine Haftstrafe antreten. Der vorbildliche Wunsch blieb bei den Beamten der JVA aber ungehört. Eine Prüfung ergab, dass das Urteil gegen den 35-jährigen noch nicht rechtskräftig war. Erst dann erfolgt die Ladung zum Strafantritt.

Doch das konnte der merklich alkoholisierte Mann, der auf die Beamten einen leicht verwirrten Eindruck machte, überhaupt nicht verstehen. Er dachte nicht daran, sich zu entfernen und blieb im Pfortenbereich. Die JVA alarmierte die Polizei.

Die anrückenden Beamten begleiteten den Herrn aus der JVA und sprachen einen Platzverweis aus. Zuerst sah alles danach aus, dass der vermeintliche Häftling der Anweisung der Polizei Folge leistete, kurze Zeit später stand aber erneut vor der JVA und begehrte wieder Einlass.

Dieses mal erfüllte ihm die Polizei den Wunsch und nahm ihn in Polizeigewahrsam. Zu diesem Zeitpunkt lag eine Alkoholisierung von über zwei Promille vor.

Der Aufenthalt bei der Polizei endete nach rund vier Stunden, nicht aber ohne eine Aufklärung durch die Beamten, wie der anstehende Haftantritt ablaufen wird. Der Mann trat die Heimreise mit dem Zug nach Königsbrunn an.

Fundstelle:
Augsburger Allgemeine vom 02. Oktober 2014

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  • Ja, Platzverweis im Knast. DEN wollte er haben.
    Als Nächstes wäre das Hausverbot gekommen.
    Und Hausverbote an allen unangenehmen Orten ist nett:
    Friedhof, Knast, Gerichte, Finanzämter …

  • Vorbildlich :) hihihi das würde niemand glauben, wenn man es nicht veröffentlicht.