Knee-Defender: Streit um Rückenlehne zwingt Flugzeug zur Landung

Seit einigen Monaten sehen sich Fluggesellschaften auf der ganzen Welt einem neuen Feind ausgesetzt. Nun zwang der Streit um das kleine Stück Plastik eine US-Maschine zur ungeplanten Zwischenlandung.

Bei dem sogenannten Knee Defender handelt es sich um eine kleine Plastikklammer, welche Flugzeugpassagiere an der Verankerung ihres aufgeklappten Tisches befestigen. Dadurch wird der Mechanismus, der es dem Vordermann erlaubt sich zurück zu lehnen, blockiert. Damit soll der Anwender des Knee Defenders mehr Beinfreiheit genießen können.

Die Airlines billigen den Einsatz der Seat Defender nicht. Auch eine Passagierin auf dem United Airlines Flug 1462 von Newark nach Denver wollte die Blockierung seiner Rückenlehne nicht hinnehmen.

Nachdem eine Stewardess den Mann bat, den Seat Defender zu entfernen, dieser das aber ablehnte, ergriff die Passagierin selbst die Initiative und attackierte den hinter ihr sitzenden mit einem Becher Wasser. Von dort an begann die Situation derart zu eskalieren, dass der Pilot entschied in Chicago zwischenzulanden.

In Chicago nahmen sich Flugsicherheitsbeamte und die Polizei der Streithähne an. Der Flug setzte seine Reise ohne die beiden fort.

Den beiden Streitenden droht nun ein Bußgeld in Höhe von 25.000 US Dollar, welches von der Bundesluftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten in solchen Fällen verhängt werden kann.

Quelle:
The Guardian vom 26.08.14

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