125-Kilo Balletttänzer klagt wegen Verletzung an Ballettstange auf Schmerzensgeld

Das Amtsgericht München hatte im August 2013 über eine Klage eines ca. 125 kg schweren Mannes aus München zu entscheiden, welcher Schmerzensgeld verlangte, weil er sich an einer Ballettstange verletzte. Diese war unter seinem Gewicht eingebrochen.

Die Ballettstunde stand an, so dass der ambitionierte Tänzer die Stange auf die für seine Statur brauchbare optimale Höhe einstellte.  Anschließend nahm er mit der rechten Gesäßhälfte auf dem Übungsgerät platz.

Aufgrund der daraufhin entstanden enormen Belastung gab der Haltemechanismus der Ballettstange nach und rutschte auf Kniehöhe herunter. Der Mann verletzte sich am linken Bein, im Prozess wies er jedoch alle Schuld von sich. Vielmehr gab er an, das Sportgerät sei defekt gewesen und die Übungsleiterin hätte diese kontrollieren müssen.

Das Amtsgericht München schloss sich dem nicht an: Der Kursteilnehmer hätte die Ballettstange zweckentfremdet, indem er sie wie einen Barhocker benutzt hatte. Die Funktionsweise des Übungsgerätes sei bekannt und der Mechanismus sehr einfach zu bedienen. Deshalb sei auch eine Pflicht, wonach die Übungsleiterin die korrekte Einstellung eigens hätte nachprüfen müssen, nicht ersichtlich.

Fundstelle:
ADVOPEDIA vom 13.11.2014; Amtsgericht München Urt. v. 30.08.2013 Az. 281 C 11625/13.

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