Bürgermeisterwahl per Münzwurf entschieden

Im peruanischen 4000-Einwohner Dorf Paruro wollten Wilbert Medina und José Cornejo Carpio Bürgermeister werden. Beide erhielten bei der Wahl exakt 236 Stimmen. Anstatt einen weiteren Wahlgang durchzuführen, wurde der Rathauschef per Münzwurf bestimmt – Medina gewann. Nach Angaben der peruanischen Wahlbehörden erlaubt das Gesetz bei Stimmengleichstand diese Maßnahme. Die Wahl fand am 05. Oktober 2014 statt.

Fundstelle:
Spiegel.de vom 23.10.2014

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  • Lexi

    War es eine genormte und geeichte Wahlwurfmünze? Denn wenn nicht, bestünde durch die unterschiedlichen Prägungen beider Seiten ein kleines Ungleichgewicht zugunsten einer der Seiten, welche dann eine geringfügig höhere Chance hätte, nach der Landung nach oben zu zeigen.

    Falls der Verlierer hierdurch benachteiligt wurde, könnte er vielleicht die Entscheidung anfechten. :D

    Es sei denn natürlich, dass das Gesetz den Münzwurf entgegen der Realität als „zufällig“ definiert, analog zur „sicheren“ de-Mail. :p

  • spaz

    Gibt es auch in DE:

    „Bürgermeister der Bergstadt ist seit November 2011 Wolfgang Mönkemeyer (CDU), der nach zwei erfolglosen Wahldurchgängen gegen seinen Amtsvorgänger Volker Taube (SPD) im Losverfahren bestimmt wurde.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Clausthal-Zellerfeld#B.C3.BCrgermeister