Priester schlichtet Ehestreit mit geladener Pistole

In der italienischen Gemeinde Vallermose (Sardinien) ermittelt die Staatsanwaltschaft derzeit gegen einen katholischen Priester, nachdem dieser einen Ehestreit mit einer Pistole geschlichtet haben soll.

Gemeindepfarrer Don Massimiliano Pusceddu wollte nach Angaben der italienischen Tageszeitung „La Stampa“ eine drohende Eskalation eines Ehestreits verhindern. Zu diesem Zweck soll er mit einer geladenen Schusswaffe einen jungen Mann in Schach gehalten haben, als dieser sich mit seiner Frau gestritten hat.

So soll es bei dem betroffenen Paar immer wieder zu Streitereien und auch Gewalttätigkeiten gekommen sein. Pusceddu, der offenbar in die Streitigkeiten eingeweiht war, wollte helfen und Worte schienen ihm nicht mehr erfolgsversprechend. So kam die gezogene Pistole ins Spiel.

Das Corpus Delicti soll später im Pfarrhaus von der Polizei sichergestellt worden sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Bedrohung und unerlaubten Tragens einer Waffe.

Zu den Ermittlungen wollte sich der Geistliche, der angeblich auch als Exorzist tätig ist und früher Box-Champion war, nicht näher äußern. Es soll lediglich der Zeitung gesagt haben: „Es sollte jedoch klar, sein, dass ich ein Priester bin und nicht jemand, der Leute angreift und bedroht.“

Laut „La Stampa“ wurde dem Pfarrer die Erlaubnis, eine Waffe zum Zwecke der Verteidigung zu tragen, vor einigen Monaten entzogen. Pusceddu soll nach eigenen Angaben einen Waffenschein als Sportschütze besessen haben.

Ob der Seelsorger mit seiner Aktion bei dem Paar Erfolg hatte, ist leider nicht bekannt.

Fundstelle:
Mittelbayerische.de vom 01.12.2014

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  • der watz

    Ein moderner Don Camillo!