Streaming: Großbritannien verbietet bestimmte Sex-Stellungen in Pornos

Großbritannien greift in die Welt der Streaming-Pornos ein und verbietet bestimmte Sex-Stellungen und Varianten des Sadomasochismus.

Nach Angaben des „Independent“ wird diese Änderung in den Audiovisual Media Services Regulations 2014 zu Video-on-Demand (VoD) festgeschrieben. Bereits zuvor wurden diese Regelungen für DVDs von dem British Board of Film Censors (BBFC) erlassen und in einer Änderung des Communications Act 2003 nun auf das Streaming ausgeweitet.

So zählen zukünftig Varianten des Sadomasochismus, beginnend beim Spanking, aber auch Facesitting, also das Sitzen auf dem Gesicht des Sexpartners, Caning (Stockschläge), Urophilie (Urinspiele) und weibliche Ejakulation (Squirting) zu den nicht tolerierbaren Inhalten. Aber auch Penetration mit Objekten, physischer oder verbaler Missbrauch sind tabu. Von der Regelung sind Pornoproduktionen und Streaming betroffen.

Die Regelungen sollen dem Schutz Minderjähriger dienen und die Darstellerinnen und Darsteller vor gefährlichen Dreharbeiten schützen. Verboten sind aber vor allem solche Praktiken, bei denen Frauen eine dominante Position einnehmen.

„Offensichtlich gibt es keine rationalen Erklärungen für die meisten der R18-Regeln“, sagte Jerry Barnett von der Antizensurgruppe Sex and Censorship der Redaktion von „Vice UK“. „Dies ist einfach eine Reihe von moralischen Urteilen, die Menschen entworfen haben, die seit endloser Zeit darum kämpfen, den Briten das Betrachten von Pornografie zu untersagen.“

Wirklich ändern wird sich durch dieses Verbot nichts: Briten können weiterhin im Netz Filme mit Spanking-, Piss- oder Peitsch-Elementen anschauen. Das Verbot betrifft nur die britischen Pornofilmer.

Fundstellen:
golem.de vom 04.12.2014
taz.de vom 04.12.2014

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  • Nimulos Maltibos

    „Dies ist einfach eine Reihe von moralischen Urteilen, die Menschen
    entworfen haben, die seit endloser Zeit darum kämpfen, den Briten das
    Betrachten von Pornografie zu untersagen.“ „Briten können weiterhin im Netz Filme mit Spanking-, Piss- oder Peitsch-Elementen anschauen.“

    Ich wage zu behaupten, dass es offenbar nicht nur darum geht, das Pornoschauen zu verbieten, wenn das Gesetz daran ja offenbar nichts ändert. Ich vermute andere Motive:

    „Verboten sind aber vor allem solche Praktiken, bei denen Frauen eine dominante Position einnehmen.“