Unterhaltszahlungen an Scheidungshündin Angie

Das Oberlandesgericht Zweibrücken musste sich mit einem außergewöhnlichen „Unterhaltsstreit“ beschäftigen.

Ein Ehepaar ließ sich scheiden – nicht ohne an den gemeinsamen Hund Angie zu denken. Über diesen war vertraglich vereinbart, dass der Ehemann für den bei der Frau im Falle einer Trennung verbleibenden Hund 100 Euro monatlich bezahlen soll – bis zu dessen Tod.

Dem Mann erschien die monatliche Abgabe nach einiger Zeit etwas hoch und er kündigte den Vertrag einseitig auf. Seine Ex-Frau wehrte sich dagegen und verklagte ihn vor dem Familienrichter des Amtsgerichts Ludwigshafen, der ihr Recht gab.

Der Beklagte rief dagegen das Oberlandesgericht mit der Berufung an, das jedoch auch „für den Hund“ entschied, so dass die monatliche Hundepension bis zu Angies Ableben gezahlt werden muss.

Fundstelle:
Oberlandesgericht Zweibrücken, Urteil vom 12.05.2006 – 2 UF 87/05

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  • JdH

    Da hätte er wohl beweisen müssen, dass die Frau von den 100 € Monatlich nicht alles für den Hund verwendet.