Der erfolgreichste Ladendieb der Welt – obwohl er immer festgenommen wird

Der 50-jährige New Yorker Kevin Jarman hat eine kuriose Einnahmequelle für sich entdeckt: Eine Straftat begehen – sich erwischen und festnehmen lassen – sich dabei verletzen und dann das Schmerzensgeld erhalten. Seine Masche läuft meistens so ab: Die Polizisten legen ihm Handschellen an. Er geht dann jedes Mal zu Boden, angeblich weil ihm ein Beamter ein Bein gestellt hat. Ergebnis der Aktion: Jarman „verletzt“ sich dabei.

So brach er sich beispielsweise bei einer Festnahme 2011 nach einem Ladendiebstahl das Handgelenk und verklagte die Stadt auf Schmerzensgeld. Das Ergebnis: Eine Jury aus Brooklyn sprach ihm 510.000 US Dollar zu (umgerechnet rund 410.000 Euro). Die Polizei hatte natürlich ihre eigene Version der Geschichte, welche aber nicht glaubwürdig genug war. Außerdem sollen die Polizisten bei der letzten Festnahme gelacht haben, als Jarman zu Boden ging – dies gefiel dem Gericht gar nicht.

Erstaunlicherweise war es schon das dritte Mal, dass Jarman mit dieser Masche durchkam: Bereits 2005 erhielt er wegen einer fehlerhaften Festnahme durch die New Yorker Polizei 15.000 US-Dollar. Und auch im November 2013 wurde der 50-Jährige wegen Drogenhandels festgenommen. Die Klage wurde fallen gelassen und Jarman konnte wegen „Brutalität bei der Festnahme“ 20.000 Dollar einnehmen.

Fundstelle:
New York Post vom 17.07.2014

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