Gefängnis für Hoodieträger ? Oklahoma plant Kriminialisierung von Kapuzenpullover

Für Aufregung sorgt derzeit ein Gesetzesvorschlag in Oklahoma, der im Februar zur Abstimmung steht: Demnach soll das Tragen eines Kapuzenpullovers (Hoodie) in der Öffentlichkeit künftig unter Strafe stehen. Der republikanische Senator Don Barrington will mehr Sicherheit mit dem Gesetz erreichen.

Nach Ansicht von Barrington stelle der Hoodie für viele Täter eine Art Hilfsmittel dar, um bei ihren Verbrechen unbekannt zu bleiben, insbesondere bei Raubüberfällen werden die hochgezogenen Kapuzen zur Identitätsverschleierung genutzt. Die Aufzeichnungen der Überwachungskameras seien daher nur bedingt hilfreich.

Das Tragen von Sweatshirts mit Kapuzen wäre somit eine Straftat, bei Verstoß hiergegen würde eine Geldstrafe bis zu 500 Dollar oder sogar eine Gefängnisstrafe bis zu einem Jahr fällig werden.

Bereits im Jahre 1920 war die Vermummung mittels Kapuzen in Oklahoma gesetzlich verboten. Damit wollte man dem rassistischen „Ku-Klux-Klan“ in die Schranken weisen. Dieser Entwurf wurde nun angepasst, auch was die Ausnahmen anbelangt, z.B für Halloween oder aus religiösen Belangen.

Die Einwohner von Oklahoma halten das geplante Verbot für diskriminierend und rassistisch. Dadurch würden dunkelhäutige Amerikaner vogelfrei für die Polizei, bloß weil sie ein Kapuzen-Sweatshirt tragen.

Nicht nur in den USA, auch in Europa werden ähnliche Vorschriften diskutiert, z.B. in Großbritannien oder Griechenland.

Fundstellen:
Strafakte.de (Mirko Laudon) vom 06. Januar 2015; The Washington Times vom 05. Januar 2015

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