Prozess um Sex auf der Motorhaube

Nach einem feucht-fröhlichen Abend hatte es ein Liebespaar wohl nicht mehr bis nach Hause geschafft – sie vergnügten sich sexuell auf der Motorhaube eines Autos. Da sie nicht nur einen Schaden am Fahrzeug verursachten, sondern auch zuerst eine Garage aufbrachen, mussten sie sich vor Gericht verantworten.

Am Sonntagmorgen bemerkte der Hauseigentümer, dass seine Garage aufgebrochen wurde. Neben seinem Auto fand er neben einem Schlüsselbund und einem Handy auch ein benutztes Kondom. Da war dem findigen Bewohner sofort klar „Da gab’s ne Runde Sex!“. Noch weniger erfreut war er, als er den Schaden an seinem Fahrzeug bemerkte: Die Windschutzscheibe verschmiert, Motorhaube und Stoßstange deformiert und zwischen den Scheibenwischern klemmte eine Haarspange.

Die herbeigerufene Polizei stellte, bis auf das Kondom, alle Beweise sicher. Mittels der Handynummer des gefundenen Handys, konnte dessen Besitzer ermittelt werden. Das identifizierte Paar stritt die Tat zwar ab, hatte im Liebesrausch jedoch genug eindeutige Beweise in der Umgebung hinterlassen.

Die Verursacherin rang sich zu einer Entschuldigung und Zahlung von 500 Euro durch. Da der Fahrzeugeigentümer jedoch 2.600 Euro für den Schaden an Fahrzeug und Garage forderte, hatte ein Gericht zu entscheiden. Dieses urteilte zugunsten des geschädigten Hausbewohners, der dazu sagte: Mir war ja wurscht, was die da getrieben haben, ich wollt ja nur, dass der Schaden bezahlt wird“.

Fundstelle:
tz online vom 14.07.2013

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