Trotz DNA-Gutachten Zweifel an Schuld von Kuh Verona

Im August 2011 soll eine Kuh namens Verona eine Fußgängerin totgetrampelt haben. Dafür wurde die Tierhalterin vom Amtsgericht Dillenburg wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Dieses Urteil wurde nunmehr vom OLG Frankfurt aufgehoben.

Zu einer Strafe von 2.700 Euro wegen fahrlässiger Tötung war die Eigentümerin der Kuh Verona verurteilt worden. Sie soll ausgebrochen sein und eine Frau überrannt haben, die an Knochenbrüchen und inneren Verletzungen verstarb. Der Tierhalterin wurde vorgeworfen, nicht ausdauernd genug nach dem entflohenen Tier gesucht haben, welches zusätzlich gerade gekalbt hatte und daher besonders aggressiv war.

Für sein Urteil stützte sich das Gericht auf ein DNA-Gutachten. Jedoch kann bei Kühen nicht, so wie beim Menschen, ein einzelnes Lebewesen sicher identifiziert, sondern lediglich die Rasse bestimmt werden. Ob es also tatsächlich Verona oder ein anderes schweres Tier gewesen ist, sei damit nicht sicher feststellbar. Ferner sei nicht klar, ob die an der Frau gefundenen Speichelspuren nicht durch ein Beschnuppern durch das Tier, nach dem Versterben an deren Körper gelangten, so der Verteidiger. Die Beweisführung sei daher mangelhaft.

Das OLG Frankfurt folgte dieser Argumentation und hob das Urteil gegen die Kuhhalterin auf. Ein anderer Richter des Amtsgerichts Dillenburg wird die Sache nochmal verhandeln.

Fundstelle:
hr-online vom 12.02.15

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  • Tom Hofmann

    Das ist ja fast wie wenn eine Horde Kulturbereicher einen Deutschen totschlägt…
    Die Richten konnten bisher auch nie klar erkennen, wer die tödlichen Fußtritte gegen den Kopf abgab oder ob der Tod durch den Faustschlag oder die Bordsteinkante eintat.
    Darum bekommen alle Beteiligten die 10te bewährung und ein Anti Agressions Training