Für tot erklärte Seniorin wacht beim Bestatter auf

Eine Geschichte, wie aus dem Horrorfilm: Eine 92-Jährige ist bei einem Bestattungsunternehmen in Gelsenkirchen erwacht. Die Umstände, die zu dieser Situation führten, müssen nun von der Kriminalpolizei geklärt werden.

Die Dame lebte in einem Seniorenheim und war schwer pflegebedürftig. Laut Polizeisprecher hatte man den Tod der Seniorin bereits erwartet. Als bei ihr scheinbar die Atmung aussetzte, stellte ein Arzt im Seniorenheim den Tod fest. Der vermeintliche Leichnam wurde vom Bestattungsunternehmen abgeholt.

In den Räumen des Bestatters wurde vom Personal ein Stöhnen vernommen. Dabei entdeckte man die Frau, mit geöffneten Augen. Die sofort ins Krankenhaus verbrachte Dame hat durch das Geschehene keine gesundheitlichen Schäden erlitten.

Fraglich ist nun, wie dieses Malheur geschehen konnte. Bei ordnungsgemäßer Untersuchung müsse eine solche Fehldiagnose ausgeschlossen sein. So wird zur Prüfung der Atmung etwa ein Spiegel vor die Nase gehalten, dessen Beschlagen auf intakte Atmung hindeutet. Auch sind Leichenflecken und Leichenstarre Anzeichen für den Tod.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun in der Sache und die Staatsanwaltschaft prüft, inwiefern strafrechtliche Relevanz vorliegt. Leichenschau und Todesbescheinigung sind in § 9 des Friedhofs- und Bestattungsgesetzes NRW geregelt.

Quelle:
WDR vom 23.03.15

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  • Mitlesender

    Laichnahm ist schon eine gewagte Interpretation deutscher Rechtschreibung…

  • Spott Patrick

    Interessant am Rande…. Die Dame ist heute in einem Gelsenkirchener Krankenhaus verstorben

  • Alexia

    Ein Spiegel?!
    Also mir ist ja bewusst, dass in Altersheimen bei manchen Aspekten die Zeit stehen geblieben ist. Aber ein EEG und EKG sollten doch wohl verfügbar sein. o.O

    • Nimulos Maltibos

      In vielen Altersheimen sind die Mittel schon zu knapp um ordentliche Pfleger einzustellen, wie sollen die da so für die Pflege eher sekundäre teure Gerätschaften bezahlen? EKG dient mehr Überwachungs- und Aufzeichnungszwecken, da sich Atmung wie oben beschrieben mit einem Spiegel und Vorhandensein eines Herzschlages an mehreren Pulsadern feststellen lässt. Schneller, günstiger und genauso zuverlässig zum Feststellen, ob Reanimation oder künstliche Beatmung notwendig sind als wenn man den Patienten erst verkabeln muss.

      Wenn der Patient weder Atmung noch Herzschlag hat und auch nicht reanimierbar ist oder womöglich schon eine Weile keinen Puls hatte, kann der Arzt entscheiden, die Wiederbelebung auszusetzen, da das Hirn ohne Sauerstoffzufuhr sehr bald genug Schaden nimmt dass man sich das EEG auch vollns sparen kann, und den Patienten für tot erklären, aber dazu sollte man halt schon erstmal prüfen.