Freundin betäubt um in Ruhe Videospiele zocken zu können

Ein junger Mann wollte einfach nur in Ruhe mit seinen Freunden Videospiele zocken. Weil seine eigene Freundin ihm dabei „auf die Nerven ging“, griff er zu drastischen Mitteln: Er betäubte sie mit Medikamenten – mit gefährlichen Konsequenzen.

Der Angeklagte hatte seine Freunde zu sich nach Hause in Castrop-Rauxel für eine gemütliche Videospielrunde in dessen Wohnung eingeladen. Gegen 22 Uhr kam dann die Freundin des Täters von der Arbeit nach Hause und wollte nach einem harten Arbeitstag ihre Ruhe in der Gemeinsamen Wohnung haben.

Um das Problem „nörgelnde Freundin“ aus dem Weg zu schaffen, flößte der Freund ihr ein Schlafmittel in den Tee. Nur vier bis fünf Tropfen seien es gewesen, er selbst nähme regelmäßig das Zehnfache dieser Menge. Die wenigen Tropfen reichten jedoch aus, dass die Frau bis zum nächsten Mittag schlief und auf dem Weg zur Arbeit mehrfach am Steuer ihres Fahrzeuges einnickte. Selbst am Abend zeigte die Geschädigte noch ein gestörtes Schlafverhalten, woraufhin ihr Freund die Tat zugab.

Die Betäubte erstattete Anzeige wegen Körperverletzung. Eine Haaranalyse bestätigte den Vorwurf. Der Richter belehrte den nunmehr Verurteilten mit den Worten „Ihre Freundin hat zwar lange und tief geschlafen, was nicht weh tut, doch es handelt sich sehr wohl um eine vorsätzliche Körperverletzung“ und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von über 500 Euro.

Die Beziehung hat die Dame beendet. Der nunmehr Ex-Freund versprach, zukünftig keine Betäubungsmittel mehr zu nehmen und eine Ausbildung zu beginnen.

Quelle:
heute.at vom 09.07.15

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