Richterin war zu alt – Verurteilung wegen Tötung aufgehoben

Ein heute 30-jähriger Schweizer hat vor den Augen seiner Ex-Partnerin und seiner 2-jährigen Tochter im Januar 2012 seinen Schwiegervater erschossen. Dafür wurde der Mann von einer Genfer Richterin zu 14 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. 

Nachdem die Berufungskammer des Genfer Kantongerichts die Verurteilung bestätigt hat, hob nun das Schweizer Bundesgericht die Verurteilung auf. Die Begründung: Die mitwirkende Richterin hat zum Zeitpunkt des Urteils das gesetzliche Alter von 65 Jahren überschritten.

Das Genfer Gerichtsorganisationsgesetz regelt nämlich, dass Richter mit 65 Jahren in Pension gehen müssen, Beisitzer mit 72 Jahren. Nun muss die Strafkammer des Genfer Kantongerichts erneut über den Fall entscheiden.

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