Deutschlandweites Volksfestverbot für jugendliche Schläger

Das Amtsgericht in Landshut (Bayern) erteilte zwei jugendlichen Bierzelt-Schlägern die Weisung, ein Jahr lang keine Volksfeste mehr in Deutschland besuchen zu dürfen. Die beiden 19-Jährigen mussten sich vor Jugendrichter Markus Brümmer verantworten, weil sie im letzten Jahr auf der Landshuter Bartlmädult in tätlichen Auseinandersetzungen verwickelt waren. Einer von ihnen wurde auch gegenüber einem Polizisten handgreiflich.

Richter Brümmer erklärt gegenüber dem Bayerischen Rundfunk: „Der eine Verurteilte hat auf der letzten Landshuter Dult auf einen Mann eingeschlagen und – was ganz besonders schlimm war – als dieser schon am Boden lag, mit dem Fuß gegen dessen Kopf getreten. Glücklicherweise wurde das Opfer nicht allzu schwer verletzt. Der zweite Verurteilte war am Volksfest in eine Schlägerei verwickelt und ist danach weggelaufen. Als ihn die Polizisten aufgegriffen haben, hat er auf die Beamten eingeschlagen und sie wüst beschimpft.“

Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk räumte Richter Brümmer ein, dass die Kontrolle eines solchen Verbotes außerhalb Landshuts schwierig sein dürfte. „Es betrifft hauptsächlich unsere Landshuter Dult, denn hier sind beide den Polizeibeamten bekannt. Wenn die zwei jetzt auf das Oktoberfest gehen, müssten sie dort in eine Schlägerei geraten, um wieder auffällig zu werden.“

Fundstelle:
Passauer Neue Presse vom 24.08.2015
br.de vom 24.08.2015

 

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