Ehemaliger FC Bayern-Spieler Daniel Van Buyten hat juristischen Ärger wegen Kindergeburtstag

Vor zwei Jahren feierte die damals dreijährige Tochter des früheren belgischen Nationalspielers und FC Bayern München-Profis Daniel Van Buyten ihren Geburtstag in einem „Indoor-Spielpark“ in Grünwald (Landkreis München). Organisiert wurde diese Feier von einer speziellen Firma, die sich auf die Ausrichtung von  Kindergeburtstagen spezialisiert hat. Die 44-jährige Firmeninhaberin Daniela Schreck zog nun vor das Amtsgericht München wegen offener Posten aus der Schlussrechnung. Van Buyten und seine Frau waren mit der Ausgestaltung der Party weniger zufrieden.

„Fußballer? Nein danke“, so fasst Daniela Schreck schmunzelnd die Situation zusammen. Van Buyten, der ehemalige Innenverteidiger des FC Bayern München und dessen Frau Celine waren Kunden ihrer Geburtstagsagentur. Nun zog sie vor Gericht – wegen einer gekürzten Rechnung, aus der Van Buyten noch 350,10 Euro schulden soll. Zu einer Verhandlung kam es nicht mehr, der Ex-Fußballer lenkte kurzfristig ein, beglich den Restbetrag.

Was war passiert ? Kurz vor Beginn der Feier tauchte Van Buytens Frau mit einigen Gästen auf. Celine Van Buyten habe darauf bestanden, dass die gesamte Galerie des „Indoor-Spielparks“ für den Geburtstag ihrer Tochter geschmückt werden solle. Außerdem soll sie bemängelt haben, dass keine Girlanden aufgehängt worden seien.

Auch Daniel Van Buyten soll nicht begeistert gewesen sein. Laut Daniela Schreck soll er – nachdem er den Raum betreten habe – gesagt haben „Ist das alles?“. Celine Buyten soll auch die Tischdecken heruntergerissen und ihren Mann wieder nach Hause geschickt haben, um eigenes Dekomaterial zu besorgen. Letztlich sei dann alles pink eingedeckt gewesen.

Doch damit nicht genug. Schreck rechnete die Feier mit 940,10 Euro ab, doch Van Buyten überwies lediglich 590 Euro. Die Geschäftsführerin erhob danach Klage zum Amtsgericht München, will die ihr noch zustehenden 350,10 Euro. Ihre Begründung: Sie habe bereits die Kosten für die Geburtstagstorte und Kinderschminkerin niedergeschlagen. Laut Schreck sollte Van Buyten die erste Zahlungsaufforderung sinngemäß mit den Worten „ob ich noch ganz sauber bin“, kommentiert haben.

Wenige Stunden vor Aufruf der Sache bei Gericht lenkte Van Buyten ein. Ihr Anwalt übermittelte ihr ein Fax, wonach das Gericht mitteilt, dass Van Buyten die Forderung anerkenne. Das Gericht dürfte also alsbald ein Anerkenntnisurteil erlassen. Der Anwalt von Van Buyten will sich nicht mehr  zu dem „blödsinnigen Zivilverfahren“ äußern. Es gehe doch um eine „Allerweltsgeschichte“, sagte er am Telefon laut SZ. Er habe den Verdacht, dass die Klägerin mit den Namen seines Mandanten nur Publicity für sich machen wolle.

Fundstelle:
sueddeutsche.de vom 18.08.2015

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  • Chris

    Ich dachte beim Justillion gaebe es „Kuriose Rechtsnachrichten“. Dieser Artikel ist aber lediglich Klatsch und Tratsch, oder habe ich die feineren rechtlichen Nuancen ueberlesen?