Frau verurteilt: Beim Sex als Mann ausgegeben

Eine 25-Jährige Frau wurde von einem englischen Gericht wegen sexueller Nötigung verurteilt.
Die 12-köpfige Jury in Chester war davon überzeugt, dass die Dame sich beim Sex als Mann ausgegeben, ihre Stimme verstellt, sich verkleidet und eine Freundin dazu gebracht hat, eine Augenbinde zu tragen.

In zwei Jahren hatte das Opfer etwa zehn mal Sex mit ihrem „Freund“, ohne etwas zu bemerken. Nachdem sie dann einmal die Augenbinde abgenommen hatte, entdeckte sie den „Betrug“. Dabei trug die Täterin einen künstlichen Penis.

Wegen seiner Kuriosität sorgte der Fall zuvor allem in Großbritannien für Aufsehen. Vor Gericht sagte die Angeklagte, ihre Freundin habe stets gewusst, dass sie eine Frau sei, von sexueller Nötigung könne daher keine Rede sein, da der Sex stets einvernehmlich erfolgte.  Die Angeklagte bestritt außerdem vor Gericht, dass das Opfer eine Augenbinde tragen musste und sie sich die Brust mit Bandagen festgebunden habe.

Fundstelle:
SPON vom 15.09.15

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  • Eliza Silber

    Hm, ein spannender Fall. Einerseits sehe ich das Problem, dass das Geschlecht von Trans*personen immer noch umstritten ist und entsprechende Partner/innen daher auch mit den unwahrscheinlichsten Schutzbehauptungen durchkommen dürften um ja nicht zugeben zu müssen, freiwillig mit so jemandem geschlafen zu haben, andererseits ist spätestens bei einer Penetration natürlich die Frage zu was genau zugestimmt wurde. Schwieriges Thema.