Vergünstigte Mahlzeit gegen Duldung von Falschparkern – Kündigung eines Ordnungsbediensteten

Knöllchenverteilen macht hungrig. Ein Mitarbeiter eines kommunalen Ordnungsdienstes hat scheinbar das Praktische mit dem Nützlichen verbunden. Er steht im Verdacht vergünstigte Speisen erhalten zu haben und im Gegenzug auf das Verfolgen von Falschparkern verzichtet zu haben.

Seit 2009 ist der Mann bei der Stadt Tönisvorst beschäftigt. Im Hebst 2013 wurde ihm seitens der Stadt fristlos gekündigt. Der Vorwurf: Verdacht der Vorteilsnahme. So habe der Mitarbeiter bei einer Imbissbude ein „all inclusive“-Mittagessen für nur fünf Euro erhalten. Im Gegenzug hätte er von einer Verfolgung der unerlaubt vor dem Imbiss parkenden Kunden abgesehen.

Das Arbeitsgericht Krefeld sieht eine Kündigung wegen des Verdachts auf Vorteilsnahme als gerechtfertigt. Zwar hoben die Richter die fristlose Kündigung auf, der fristgerechten Kündigung wurde jedoch stattgegeben.

Das Urteil (Az.: 2 Ca 1992/13) ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle:
wa.de vom 22.09.15

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