Rüpel-Ex-Geliebte eines Anwalts demoliert Aston-Martin aus Rache

Zuerst mit dem Geländewagen mehrfach den Aston Martin des Ex-Freundes gerammt und im folgenden Gerichtsprozess als kompletter Rüpel aufgetreten – für die 41-jährige Täterin war kein mildes Urteil zu erwarten. Dennoch entschied das Gericht: Kein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Nur Sachbeschädigung.

Eine im Streit beendete Beziehung war der Auslöser für die Karambolage. Offenbar ärgerte sich die Dame über einen Brief, in welchem ihr Ex-Freund sie aufforderte, die Wohnung, die er ihr zunächst überlassen hatte, binnen 14 Tagen zu räumen. Sie rammte dann mit einem BMW X1 mehrfach das Aston Martin Coupé ihres Ex-Freundes. Vorwärts, rückwärts, seitwärts. Obwohl die Fahrerin behauptete, der BMW sei ihr von ihrem Ex geschenkt worden, handelte es sich tatsächlich um einen von diesem geleasten Wagen. Auch der Aston Martin war geleast. Die Aston Martin-Werkstatt veranschlagte zunächst einen Kostenaufwand von 25.000 Euro für die Reparatur, für 5000 konnte der Schaden aber dann beseitigt werden. Am BMW X1 entstand ein Schaden von 2000 Euro.

Die Anklage warf der Frau gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr vor. Das Amtsgericht Düsseldorf sah jedoch keine Gefährdung gegeben, da die bloße Beschädigung einer Sache im Straßenverkehr im Hinblick auf die hohe Strafandrohung dafür nicht ausreiche. Es müsse vielmehr eine Gefahrensituation geschaffen worden sein, die sich unkontrolliert fortsetze.

Auch während der Gerichtsverhandlung besserte sich das Verhalten der Angeklagten nicht. Zuerst richtete sie die Frage „Wo haben sie denn ihr Diplom gekauft?“ an den Staatsanwalt, dann noch die Aufforderung „Reden sie nicht so einen Scheiß!“ an den Richter. Diese beiden Verfehlungen brachten ihr Ordnungsgelder in Höhe von 150 und 240 Euro oder ersatzweise je 5 Tage Ordnungshaft ein.

Darüber hinaus brachte die Frau noch den Ausspruch: „Das sind doch nur Autos. Hier geht es um meine Seele“. Eine verminderte Schuldunfähigkeit oder Schuldunfähigkeit nach §§ 20,21 StGB konnte der vom Gericht geladene Gutachter bei ihr aber nicht feststellen.

Verurteilt wurde die Frau daher schließlich wegen Sachbeschädigung zu 6 Monaten Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Darüber hinaus hat die arbeitslose Schädigerin 200 Sozialstunden abzuleisten. Ferner wurde die Fahrerlaubnis entzogen, der Führerschein eingezogen und eine 6-monatige Sperre für die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis verhängt, da die Tat beim Führen eines Kraftfahrzeuges begangen wurde.

Fundstelle:
LTO

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