Wenn der Einbrecher Hunger auf Tiefkühlpizza hat

Tiefkühlpiizza

Eine Tiefkühlpizza wurde einem Einbrecher, der ansonsten nicht schlecht Beute gemacht hätte, zum Verhängnis. Nun muss das Amtsgericht in Augsburg entscheiden, wie sich die nicht mehr vorhandene Pizza auf das Strafmaß auswirkt.

Tatort war eine Wohnung im Stadtzentrum von Augsburg. Hier schlug der Einbrecher das Türschloss aus der Verankerung, um in die Wohnung zu gelangen. Auf der Suche nach Beute fand er ein Plasma-Fernsehgerät und einen Ehering. An sich keine schlechte Beute, ganz zufrieden war der Dieb wohl damit noch nicht. Er wagte nämlich auch einen Blick in die Tiefkühltruhe und sah eine Tiefkühlpizza. Die Gelegenheit wurde genutzt, die Pizza entpackt und im Ofen zubereitet. Der Verzehr erfolgte noch an Ort und Stelle.

Es kam wie es kommen musste, der Einbrecher wurde geschnappt und muss sich nun vor Gericht verantworten. Läuft der Prozess nicht gut für den Angeklagten, wird es zukünftig Essen aus der Justizvollzugsanstalts-Kantine geben. Ob dort auch Tiefkühlpzizzen serviert werden, ist nicht bekannt. Zur Bemessung des Strafmaßes ist es von Bedeutung, ob ein Täter das Diebesgut wieder an den Geschädigten zurückgibt oder nicht. Der Ehering sowie der Fernseher wurden sichergestellt, nur die Pizza ist unwiederbringlich. Welche Konsequenzen das hat, muss nun die Amtsrichterin entscheiden.

Als Anregung zur Prävention kann man Hausbewohnern nur mitgeben, neben Ehering und Fernsehgerät immer auch eine Tiefkühlpizza im Gefrierfach zu haben.

Fundstelle:
sueddeutsche.de 

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