Polizist drohen 6 Monate Haft nach Video mit Reisepass von Lionel Messi

Lionel Messi

Einem Polizisten drohen in Dubai bis zu 6 Monate Haft sowie eine empfindliche Geldstrafe, weil er ein Video von dem Reisepass des 28-jährigen Fußballstars Lionel Messi und sich aufgenommen und dieses anschließend im Internet verbreitet hat.

Messi war im Dezember 2015 in Dubai, um eine Auszeichnung der „Globe Soccer Awards“ entgegenzunehmen. Der Polizeibeamte wollte am Flughafen von Dubai zunächst ein Foto mit Lionel Messi selbst haben. Daraufhin sagten ihm die Leibwächter von Messi, dass dieser nach der langen Reise zu müde für ein Foto sei, was den Polizisten sehr enttäuschte.

Später bei der Passkontrolle habe er den Reisepass von Lionel Messi liegen sehen und dachte sich: Wenn er schon kein Foto mit ihm selbst machen durfte, könne er ja ein Video von sich und Messis Reisepass aufnehmen. Dies tat er dann auch und versendete das Video anschließend mit der App Snapchat an diverse Bekannte. Das Video verbreitete sich schnell und fand den Weg in diverse soziale Netzwerke. Auf dem Video fragte sich der Polizist: „Soll ich den Pass verbrennen oder einfach wieder zurücklegen?“

Diese Aktion brachte dem Polizisten anschließend kurzfristig ein Gerichtsverfahren in Dubai ein. Ihm wurde vorgeworfen, Messis Privatsphäre verletzt und das „Telekommunikationssystem missbraucht“ zu haben. Er bekannte sich vor Gericht schuldig.

Das Urteil ist noch nicht gefallen. Ihm drohen jedenfalls bis zu 6 Monate Haft und dazu eine Geldstrafe von bis zu 500.000 Dirham (ca. 125.000 Euro).

Fundstelle:
WELT.de  vom 21.01.2016

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  • Chris

    don’t mess with messie!