Reichsbürger fahren jetzt Autos mit „MENS:CH“ Kennzeichen

MENS:CH
Foto: Polizeiinspektion Traunstein

Die Polizeiinspektion Trostberg (Landkreis Traunstein) berichtet zum wiederholten Male über eine regionale oberbayerische Gruppe, die sich „Heimatgesellschaft Chiemgau“ nennt und eine Art regionale Reichsbürgerbewegung darstellen dürfte. Polizeilich in Erscheinung treten Anhänger jetzt immer öfter mit grünen PKW-Kennzeichen, auf denen mit weißer Schrift „MENS:CH“ sowie ein QR-Code steht.

Im aktuellen Fall meldete ein Bürger der Polizeiinspektion Trostberg ein Auto mit einem auffälligen „MENS:CH“-Kennzeichen. Das Auto befand sich auf einem großen Parkplatz zweier Einkaufsmärkte in Trostberg. Vor Ort trafen die Beamten sowohl das Auto als auch die zugehörige 60-jährige Fahrerin an. Da sich die Fahrerin nicht mit einem gültigen Dokument ausweisen konnte, wurde sie vorläufig festgenommen und zur Polizeiinspektion Trostberg verbracht. Dort konnte ihre Identität festgestellt werden.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass gegen die Frau zwei Haftbefehle bestanden und das Auto der Frau weder zugelassen noch versichert war. Um die drohende Haft abzuwenden, zahlte die Frau die offenen Geldbußen und konnte – ohne Auto – die Heimreise antreten. Gegen die Frau wird nun wegen diverser Delikte ermittelt.

Bereits im Dezember wurde die Polizei auf ein solches „Fantasiekennzeichen“ aufmerksam. Damals händigte der 34-Jährige Fahrer auf Nachfrage der Beamten einen sogenannten „Fahreignungsnachweis“ aus, welcher – seiner Ansicht nach zumindest – zum Führen von Kraftfahrzeugen ausreichend wäre. Einen „richtigen“ Führerschein konnte er dagegen nicht vorzeigen. Sein Fahreignungsnachweis wurde als Beweismittel in einem Fall der Urkundenfälschung sichergestellt und einbehalten. Gegen den Mann wird wegen Urkundenfälschung, Vergehen nach dem Pflichtversicherungsgesetz, dem Meldegesetz und diversen Ordnungswidrigkeiten ermittelt. Der Mann gehört ebenfalls der „Heimatgesellschaft Chiemgau“ an.

Auf der Homepage „Heimatbund Gesellschaft“ findet sich neben etwaigen Informationen zur eigenen Systemhierachie  (ähnlich einem Behörden-Organigramm) folgende Selbstbeschreibung: „Basierend auf dem Naturrecht, versteht sich der Heimatbund als freiwilliger Zusammenschluss ideologiefreier, verantwortungsbewusster Menschen.  Wir verstehen uns nicht als Personal angeblicher Regierungsorganisationen. Wir stehen den rechtlichen Grundlagen dieser Gesellschaft kritisch gegenüber und hinterfragen deren Basis. Wir vertreten den Standpunkt, dass alle Macht von geistig, sittlich, selig lebendige Wesen ausgehen soll und treten den Menschen, die in Organisationen wie Polizei, Justiz, Verwaltung und Politik arbeiten friedlich, freundschaftlich und menschlich gegenüber.“

Wie alle Reichsbürger hält man nichts von den „richtigen“ Behörden, die in ihren Augen doch nur Firmen sind. So verwundert es nicht, dass bei einem Klick aufs Impressum keine persönlichen Daten – wie vorgeschrieben – sichtbar sind, sondern u.a. ein „Virtuelles-Hausverbot“: „Behörden, insbesondere Ämtern, juristischen Personen des öffentlichen Rechts, in dieser Weise beliehenen Personen und Anstalten öffentlichen Rechts ist der Zutritt zu unserer Website verboten. Dieses Verbot betrifft auch alle Besucher, die mir in irgendeiner Weise Schaden zufügen wollen.“

Bleibt zum Schluss noch der sinnvolle Hinweis der Polizei, dass es strafbar ist, mit einem nicht versicherten und/oder nicht zugelassenen Auto am Straßenverkehr teilzunehmen. Im Falle eines Unfalles, ob verschuldet oder nicht, kann es zu großen Problemen bezüglich der Schadensabwicklung kommen.

Fundstellen:
rosenheim24.de vom 07.01.2016
rosenheim24.de vom 15.12.2015

Schlagworte:
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  • mensch

    Es wurde richtig
    erkannt, dass es sozusagen nur eine „Art“ von
    Reichsbürgerbewegung sein könnte. Ganz sicher ist man sich
    also nicht. Wir Menschen haben mit Reichsbürgern jedenfalls
    nichts zu tun. Hier wird augenscheinlich das gleiche
    Spielchen angestrebt wie damals die Diffamierung der jüdischen
    Bevölkerung. Liest man doch im Grundgesetz Art. 3 Abs. 3: Niemand
    darf wegen seiner . . . Abstammung, . . . seiner Heimat und
    Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen
    Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.

    meldete ein
    Bürger…“ (im Original-Artikel „…ein aufmerksamer Bürger…“)
    – ich nenne das „denunzieren“, hatten wir schonmal. Und auch das
    unreflektierte Folgen von „Anweisungen von oben“ hatten wir schon
    und führte zur Ermordung vieler Menschen!

    Menschen brauchen
    ebensowenig ein Dokument mitführen wie ein Adler oder
    ein Kamel. Neugeborene haben auch kein Dokument bei sich, wenn
    Sie aus dem Mutterschoß kommen.

    Gemäß dem Willen
    der Frau hat Sie nicht den Tatbestand erfüllt, auf sog.
    „öffentlichen Straßen“ fahren zu wollen. Damit kann ein
    Gesetz nicht an diesen nicht bestehenden Tatbestand knüpfen. Im
    Übrigen gibt es gem. StVZO (1937 vgl. Zu 2012) §§ 1-15 u.
    69 keine Straßen, denn diese §§ sind weggefallen.

    „Soll ein
    Kraftfahrzeug … nicht zum Verkehr auf öffentlichen Straßen
    benutzt werden, so braucht es nicht zugelassen zu werden und
    unterliegt dann auch nicht der Kraftfahrzeugsteuer (§ 1 Abs.
    1 Nr. 1 und § 2 Nr. 1 KraftStG). BFH-Urteil vom 7.3.1984 (II R
    40/80) BStBl. 1984 II S. 459

    „Phantasiekennzeichen“:
    Alles was nicht aus der Natur entstammt und sich jemand oder eine
    Personengruppe ausgedacht hat ist Fantasie, ebenso Kennzeichen
    der Bundesrepublik Deutschland oder anderen Ländern.

    Wenn es sich bei der
    Fahrerlaubnis des 34jährigen um Dokumentenfälschung handeln soll,
    muss es sich ja um ein gültiges Dokument handeln?!

    „Im Falle eines
    Unfalles, ob verschuldet oder nicht, kann es zu großen Problemen
    bezüglich der Schadensabwicklung kommen.“ –

    wenn der Verursacher
    nicht zu ermitteln ist, gibt es seit 1963 den Entschädigungsfonds
    der Verkehrsopferhilfe (VOH):

    Als Garantiefonds
    gemäß § 12 des Pflichtversicherungsgesetzes leistet die VOH

    • Im Falle einer
    sog. „Fahrerflucht“: wenn das Fahrzeug, durch das der Unfall
    verursacht wurde, nicht identifiziert werden kann.

    • Wenn das
    Fahrzeug des Unfallverursachers nicht versichert ist.

    • Wenn der Unfall
    vorsätzlich verursacht wurde, das Auto also vorsätzlich und
    widerrechtlich als „Tatwaffe“ eingesetzt wurde.

    • Der
    Kfz-Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers insolvent wird.

    Die VOH zahlt die
    gleichen Entschädigungen, die eine Autohaftpflicht-Versicherung im
    Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Deckungssummen gezahlt hätte.

    Wer Ansprüche
    geltend machen möchte, kann sich formlos an die folgende Adresse
    wenden:

    Verein
    Verkehrsopferhilfe e. V.

    Wilhelmstraße 43/43 G

    10117
    Berlin

    Tel.: 030/ 20 20 – 58 58

    Fax: 030/ 20 20 – 57
    22

    • Bernd Herbert

      In ihrem Posting sind soviele fehlerhafte Annahmen, Behauptungen und Schlüsse, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll.

      • mensch

        Na denn man los…

        • berlinisthaesslich

          Fangen wir doch damit an, dass es „Na dAnn mal los“ heißt…

          • Zacki

            Ich würde mich erst informieren, dann auffwachen, den Fernseher weg werfen, im Internet nach unabhängigen Wirtschaftsforschern u.ä. suchen, mir den Historiker Dr. Daniele Ganser und seinen Vortrag über die NATO anhören, Andreas Popp und weitere, bestimmt dauert das Erwachen etwas länger bei dem einen oder anderen, bevor hier irgend jemand mitreden kann. Wir wurden durch die Schule so , dass die Kruste schon etwas aufweichen muss bevor sie sich ablösen lässt. Die Schule ist nicht nur für die Bildung zuständig, nein, sie sorgt auch dafür, dass aus den Kindern ordentiliche Staatsbürger werden. Die nichts hinterfragen, brav zur Wahl gehen, den nachgerichteten Nachrichten Glauben schenken und sich im TV Mainstream so leicht mit Müll wie Fußball oder Jungelcamp usw. vom tatsächlichem Weltgeschen ablenken lassen. Est wenn ihr all diese Phasen des Entzuges durchlebt habt, werdet ihr erkennen wie man euch buchstäblich verarscht!

            Erst wenn ihr das System verstanden habt, werdet ihr nicht mehr so abwertend komentieren. Bis dahin ist es nicht wert mit den noch Schlafenden zu diskutieren. Ihr habt Recht und wir Unrecht ;)

          • Zacki

            …wir wurden durch die Schule so gehirngewaschen, dass die Kruste….

    • Atrocity

      Finden Sie es nicht ziemlich asozial die Schadensabwicklung an einen Fonds abzugeben in den Sie gar nicht eingezahlt haben?

      Sie nutzen schamlos die Vorzüge eines Systems (Straßen, Infrastruktur, Schutz von Leib und Leben…) aus dass Sie weder unterstützen noch anerkennen. Wenn es Ihnen hier nicht passt steht es Ihnen frei irgendwo anders hin zu gehen wo es Ihnen besser gefällt.

    • Inomi

      Solche Menschen brauch niemand !

      • Romeo

        Denunzianten braucht auch niemand.

    • Ralf

      DAß SIND KEINE REICHSBÜRGER SONDER REICHS DEUTSCHE. LEST MAL DIE GESETZBÜCHER.

  • mensch

    Guten Tag, Herr Herbert.
    Ihre beiden letzten Antworten zeigen sehr anschaulich, auf welcher Ebene Sie hier diskutieren bzw. kommentieren. Danke.

    Weiterhin noch viel Vergnügen mit Ihrem Forum.

    Gruß
    Ein Mensch

    • Mensch

      Sie sollten in Ihren Texten mehr Smileys benutzen. Normal Menschen könnten sonst denken, dass sie diesen Schwachsinn ernst meinen.

      Und das wäre ziemlich, ziemlich peinlich für sie.

      Gruß, ein normaler Mensch

  • Immobilien Makler Dachau Karls

    Ihr Artikel ist unwürdig sich als „Presse“ oder als „Blog“ bezeichnen zu dürfen. Das ist reine Diffamierung. Laut EU darf es weder eine Monopolstellung beim TV, bei Versicherungen, beim TÜV oder bei der IHK geben.

    Es ist völlig illegitim ZWANGS-Verträge durchzusetzen. Alle sog. „Körperschaften des öffentlichen Rechts“ entsprechen noch NICHTeinmal den EU-Verordnungen!

    Nach deutschem Recht ist es ERLAUBT ohne Steuer und selbstverständlich auch OHNE Versicherung öffentliche Wege und Plätze zu benutzen. Um dies zu umgehen, hat der illegale „Gesetzgeber“ alle diese Wege und Plätze VERSIEGELN lassen um das zu gebührenpflichtigen STRASSEN umzuwidmen.

    Das nennt man nach Naturrecht „NÖTIGUNG“ und „ERPRESSUNG“!

    Es gibt schon einige Landwirte, welche Urteile erwirkt haben, dass wenn es nicht mehr möglich ist auf öffentlichen (ungeteerten) Wegen von A nach B zu kommen es eben gebühren- und versicherungsfrei über die nötigenden „Strassen“ fahren zu können. Das ist die RECHTSgrundlage. Alles andere ist AbZOCKE! Bei bei der AbGEZockt-Haushaltsabgaben-ZWANGS-Organisation!

    Wir sind keine „Reichsbürger“ und zahlen die Erpressungen des ZIONsystems der „BRvD“ auch nicht mehr. Kein Mensch (oder PERSON als Sklave) ist verpflichtet die Kriegstreibereien der Zionistin Merkel als eingesetzte Nachfolgerin der Zionisten Kohl wirtschaftlich oder mit eigenen Kindern für Kriegseinsätze per Zwang zu unterstützen.

    Auch die Lügenpresse muss nicht mehr mit 7,5 Milliarden unkontrollierbarer ZWANGSabgaben mitfinanziert werden.

  • Monika Stenger

    Ist das Nummernschild Mens:ch erlaubt ?
    Meine Nachbarin hat ein solches Nummernschild !
    Lg Moni

    • KeinReichsbürger

      Ein solches Nummernschild ist, sofern sich das Kraftahrzeug im öffentlichen Verkehr bewegt, nicht erlaubt. Informieren Sie ggf. die örtlichen Behörden.

      • Inomi

        Meine Nachbarin fährt damit ,aber die Polizei schaut immer mal vorbei !
        Dann steht das Auto im Hof und sie können nichts machen !
        Die Zulassungsstelle sagte mir sowas gäbe es nicht ! Die Polizei sagte mir dass es eine grobe Straftat sei ! Und ob ich Bescheid geben würde wenn sie wegfährt ! Das hab ich nun auch gemacht weil ich mit dieser Frau nur Theater hab ! Ein Nachbar ist weggezogen weil es unmöglich war was diese Frau veranstaltet hatte ! Ihr Mann ist auch ausgezogen ihre Kinder haben sie verklagt ! Ich hab noch nie einen so bösen Menschen kennengelernt ! Kein Mensch spricht mit ihr sie hat schon jedem ausser mir die Polizei geschickt !
        Sie arbeitet bei einem Rechtsanwalt !!

      • Monika Stenger

        Man hat dieser Frau das Auto unterwegs eingezogen !!

  • Ralf

    Die Autos sind immer Versichert.auch wenn diese nicht angemeldet sind. Daß ist mir nämlich passiert, mir ist ein unangemeldetes Auto in meinen Wagen gefahren. Dieser schaden wurde mir bezahlt, von einer Hauptversicherung in Hamburg.

  • Romeoi

    Für viele Menschen (die sich noch nicht dazu erklärt haben) ist es viel einfacher, weiter einer gigantischen Lüge zu folgen als sich mit der Tatsachje auseinander zu setzen, dass sie zeitlebens an der Nase herumgeführt wurden.
    Aber an dieser Diskussion sieht man sehr gut, wie viele den Nationalsozialisten noch in sich haben.

  • Eric Icken

    Ihr und eure Drecksseite treibt den Betrug am Menschen voran.. bevor Ihr Spasties von Fantansie redet, solltet Ihr mal in die Gesetze schauen.. eure Seite sollte sofort dicht gemacht werden..