Einbruchsserie durch DNA-Spuren an Würstchen geklärt

DNA-Spuren

Einem 45-jährigen mutmaßlichen Serieneinbrecher wurde es zum Verhängnis, dass er es bei einem seiner zahlreichen Wohnungseinbrüche nicht lassen konnte, am Tatort Würstchen anzubeißen und etwas zu trinken. Durch die an den Lebensmitteln gesicherten DNA-Spuren konnte der Täter identifiziert und ein Zusammenhang zu weiteren Einbrüchen hergestellt werden.

Im November 2015 haben Beamte der Kriminalpolizei Montabaur (Rheinland-Pfalz) einen 45-jährigen Rumänen festgenommen. Ihm wurde vorgeworfen, zahlreiche Wohnungseinbrüche im dortigen Umkreis begangen zu haben. Als er von den Polizisten geschnappt wurde, befand er sich gerade in einem abgelegenen, unbewohnten Wochenendhaus, welches er als Versteck nutzte.

Der Täter hatte sich bei seinen zahlreichen Wohnungseinbrüchen auch mehrmals großzügig im Kühlschrank bedient.  Genau dieses Verhalten wurde ihm später noch zum Verhängnis.

Die Ermittler sicherten an einem Tatort DNA-Spuren an den vom Täter angebissenen Würstchen und angebrochenen Getränkeflaschen. Dabei ergab ein Vergleich dieses DNA-Materials mit den DNA-Proben des festgenommenen Mannes eine Übereinstimmung.

Dadurch steht es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fest, dass der 45-Jährige für mindestens 38 Einbrüche im Raum Hünfeld und für eine ähnlich hohe Zahl von Einbrüchen im Raum Montabaur verantwortlich ist.  Weitere Einbrüche in anderen Regionen könnten ebenfalls von diesem Mann begangen worden sein, was derzeit noch überprüft wird.

„Auf Grund der vielen unterschiedlichen Tatorte sind natürlich auch mehrere Polizeibehörden und Staatsanwaltschaften mit dem Fall befasst“, betonte Christian Stahl, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Osthessen.

Der mutmaßliche Täter sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Die verschiedenen Polizeidienststellen und Staatsanwaltschaften arbeiten derzeit noch daran, ein Gerichtsverfahren gegen den 45-Jährigen auf den Weg zu bringen.

Fundstelle:
Osthessen-News.de

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