Sohn „klaut“ der Mutter einen ganzen Wald

Wald

Vermeintlich unbekannte Diebe haben in Brandenburg einen ganzen Wald geklaut, genauer gesagt rund 2000 Bäume.

Die Eigentümerin des Grundstückes, auf welchem ein etwa acht Hektar großer Kiefernwald stand, bemerkte den Verlust der Bäume erst nach Wochen, obwohl größere Gerätschaften zum Abtransport der Beute verwendet worden sein müssen.

Nach Auskunft der Polizei sollen die acht Hektar regelrecht abgerodet worden sein.

Der Coup fand im Havelland stand und es soll mehrere Wochen gedauert haben, bis alle Bäume des Privatwaldes weg waren. Der Großteil der 2000 Bäume war zwischen 100 und 120 Jahre alt und etwa 30 Meter hoch. Übrig geblieben waren lediglich ein paar kleinere Bäume aufgestapelt und abholbereit auf dem Grundstück.

Die Eigentümerin erstattete zunächst Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Diebstahls.

Nachdem die Polizei einen Zeugenaufruf gestartet hatte, meldete sich der Sohn der Eigentümerin. Er sagte aus, er sei selbst für die „Tat“ verantwortlich und habe alle Bäume gefällt, er habe dabei aber seiner Mutter lediglich bei der Bewirtschaftung des Waldes helfen wollen – allerdings wusste die Mutter überhaupt nichts davon.

Da es sich theoretisch um einen Haus- und Familiendiebstahl nach § 247 StGB handeln würde, wäre die Straftat nur auf Antrag der Mutter verfolgbar. Sie verzichtete allerdings folglich auf die Stellung eines Strafantrages gegen ihren eigenen Sohn, sodass dieser zumindest nun keine strafrechtlichen Konsequenzen zu befürchten hat.

Fundstelle:
Welt.de vom 10.02.2016

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