Todesstrafe durch Sperma-Kauf verhindert

Todesstrafe
Foto: Patrick Feller - flickr.com - CC BY 2.0 (bearbeitet)

Eine Frau, die zum Tode verurteilt wurde, hat sich im Gefängnis in der vietnamesischen Provinz Quang Ninh von einem Mithäftling Sperma gekauft und ist nun schwanger – diese Aktion wird ihr wahrscheinlich das Leben retten.

Die wegen Drogenschmuggels zum Tode verurteilte 42-jährige Frau hat sich das Sperma für umgerechnet rund 2000 Euro gekauft, um der Todesstrafe zu entgehen. Mit Hilfe einer Spritze befruchtete sie sich anschließend selbst. Ihr Kind soll im April 2016 zur Welt kommen. Mittlerweile wurden in dem Gefängnis bereits vier Wärter suspendiert, die verdächtigt wurden, der Frau gegen Geld bei dem Spermakauf geholfen zu haben.

Schwangere und Mütter von Kindern unter 3 Jahren dürfen laut Gesetz in Vietnam nicht hingerichtet werden. Die Strafe muss dann in lebenslange Haft umgewandelt werden.

Bereits 2007 gab es in Vietnam einen ähnlichen Fall, bei dem sich eine Schwangere erfolgreich vor der Hinrichtung retten konnte und stattdessen „nur“ lebenslange Haft verbüßen muss.

Fundstelle:
LTO.de vom 16.02.2016

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