Zwei Jahre Handyverbot für Unfallverursacherin

Handyverbot

Immer häufiger entstehen im Straßenverkehr schwere Unfälle, weil sich Fahrer mit ihren Mobiltelefonen vom Verkehrsgeschehen ablenken. Im vorliegenden Fall ging dies sogar tödlich aus. Weder der Prozess noch die Strafe in dieser Sache ist gewöhnlich.

Der Unfall passierte im September 2014 in Michigan. Die 23 Jahre alte Autofahrerin guckte während der Fahrt auf ihr Handy, übersah dabei eine Radfahrerin und erfasste diese. Für das Unfallopfer endete der Vorfall tödlich.

Während des Gerichtsprozesses machte der Ehemann der getöteten Frau einen ungewöhnlichen Vorschlag: Man solle der Täterin doch für zwei Jahre den Handybesitz verbieten.

Nach anfänglichen Zweifeln an dem Handyverbot, griff der Richter Stewart McDonald die Idee des Witwers auf. „Ich denke nicht, dass sie das Recht hat, ein Mobiltelefon zu besitzen. Das ist ein Privileg“, so McDonald, und verhängte ein zweijähriges Handyverbot. Ferner wurde eine Gefängnisstrafe von 90 Tagen verhängt. Die Verurteilte verzichtete anschließend auf Rechtsmittel.

Nach der Urteilsverkündung überraschte der Ehemann des Opfers erneut. Er zeigte Mitgefühl für die Verurteilte und umarmte diese sogar.

Fundstelle:
Berliner Kurier

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