Krawall um verpatzte Frisur – Polizei muss anrücken

verpatzte Frisur

Wirklich „Haarsträubendes“ ereignete sich in einem Friseursalon im bayerischen Waldkraiburg. Eine Kundin flippte wegen einer – ihrer Ansicht nach – verpatzten Frisur aus. Die Situation eskalierte derart, dass die Polizei eingreifen musste.

Eine gestufte Ponyfrisur hätte es werden sollen – das Vorbild war ein Foto in der Zeitschrift „Frau im Spiegel“. Während die Friseurin dabei war, den Pony zu schneiden, schien die Kundin nicht überzeugt von der Arbeit der Haarexpertin. Ihren Unmut tat sie derart lautstark kund, dass eine andere Kundin darum bat, dass sie sich wenigstens vor ihrer Tochter beherrschen solle. Dies machte die unzufriedene Kundin noch aggressiver. Sie ging nun auch auf die Kindesmutter los.

Die Friseurmeisterin zog sodann eine andere Friseurin hinzu und bat diese, den Pony der Kundin nach ihren Wünschen fertig zu schneiden. Wegen der Beschimpfungen der ausflippenden Dame wollte diese jedoch deren Haare nicht weiter schneiden.

Die Situation eskalierte schließlich soweit, dass sogar Menschen vor dem Geschäft stehen blieben um den dort stattfindenden Tumult zu beobachten. Die Haarexpertin wurde nicht nur beschimpft sondern von der unzufriedenen Kundin auch an den Haaren gezogen.

Bei der Polizei war man erstaunt über den Anruf, schickte dennoch eine Streife zu dem Salon. Gegen die Frau wurde eine Strafanzeige wegen Körperverletzung gestellt. Doch auch die Kundin erstattete Anzeige: Gegen die Friseurmeisterin wegen Körperverletzung. Ob der Haarschnitt tatsächlich den entsprechenden Tatbestand erfüllt, hat nun die Staatsanwaltschaft zu klären.

Der Pressebericht der Polizei zu diesem Fall trägt den passenden Titel „It’s nice to be important, but it’s more important to be nice“.

Fundstelle:
heimatzeitung.de vom 23.03.16

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