Jura-Studentin zieht sich im Hörsaal aus

Hörsaal
Foto: youtube.com

In Hamburg ist die Jura-Studentin Nadja B. keine Unbekannte. Schon mehrmals fiel sie negativ sowohl im Hörsaal als auch bei der Polizei auf. Jetzt störte sie eine Vorlesung an der Universität Hamburg, in dem sie sich vor den anwesenden Studenten halbnackt neben den Professor im Hörsaal stellt. Das geht aus einem Video hervor, das Studenten aufgenommen und auf Youtube gestellt haben.

Eigentlich hat Nadja B. Hausverbot in der Uni. Zudem prüft die Studierendenverwaltung wegen diverser Vorfälle die Zwangsexmatrikulation.

Das Muster ist immer wieder dasselbe: Nadja B. dringt in Büros ein, sie filmt Menschen gegen ihren Willen, missbraucht den Notruf und beleidigt Personen, die sie des Hauses verweisen. Zahlreiche Verfahren laufen gegen die Frau. Eine Verurteilung scheitert aber daran, dass Nadja B. als psychisch krank gilt. Möglich wäre nur eine Einweisung, doch dafür gelten strenge Voraussetzungen.

In einem Fall stellt sie sich neben den Professor in einer Vorlesung und zieht sich aus. Nur in Unterwäsche bekleidet streckt sie dem Professor ihren Hintern entgegen, feiert sich selbst. Der Dozent ergreift die Flucht. Ein Sicherheitsmitarbeiter der Uni ist anwesend, wartet auf die Polizei. Diese bringt Nadja B. aus dem Raum.

Einen Tag später steht eine Vorlesung für Verwaltungsrecht auf dem Plan: Wieder ist Nadja B. anwesend, springt auf das Podium und pöbelt. Dieses Mal protestiert ein Kommilitone gegen die Aktion, nicht ohne Folgen. Nadja B. läuft wütend auf ihn zu, schlägt ihm die Kopfbedeckung weg. Wieder muss die Polizei anrücken. „Sie ist mittlerweile das Hauptgesprächsthema bei uns. Sie stört den Ablauf hier ganz massiv. Wir hoffen immer, dass sie nicht kommt“, sagt eine genervte Kommilitonin gegenüber dem Berliner Kurier. Mittlerweile gibt es sogar einen Twitter-Account und eine Facebook-„Fanseite“, auf der die Ausfälle von Nadja B. dokumentiert werden.

Auch die Notrufzentrale erhält regelmäßig Anrufe der jungen Frau. Die Beamten müssen sich zahlreiche dumpfe Beschimpfungen und Beleidigungen anhören. Allein in diesem Jahr sollen gegen die Frau Anzeigen im zweistelligen Bereich aufgenommen worden sein. Die Vorwürfe reichen von Nötigung, Beleidigung, Nachstellung, Hausfriedensbruch bis hin zum Diebstahl.

Die Ermittlungsverfahren dürften wohl alle ohne Verurteilung enden. Gerichtsgutachter haben die Schuldunfähigkeit der Studentin bereits festgestellt. Für eine Einweisung in die Psychiatrie müsste Nadja aber eine Gefahr für sich und die Allgemeinheit darstellen. Die skurillen Auftritte bisher reichen hierfür nicht aus.

Die Hochschule verweigert eine Stellungnahme aus datenschutzrechtlichen Gründen. Nach Informationen des Berliner Kuriers prüft die Universität weiterhin eine Zwangsexmatrikulation. Trotz ihrer kuriosen Auftritte soll Nadja B. ihren Pflichten aus dem Jura-Studium aber nachkommen und in den Prüfungen, an denen sie teilnimmt, durchschnittliche Noten erhalten.

Fundstelle:
Berliner Kurier vom 08.04.2016

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  • wolfi

    Ist sie wenigstens hübsch?
    Auf dem Foto kann ich nix erkennen …

  • test-weise

    die hat abitur?

  • wolfi

    Wen’s interessiert:

    Einige Monate später kam sie doch in die Psychiatrie, nachdem sie etwa ihr Fahrrad auf die S-Bahn-Schienen geworfen hatte …
    Nadja B, 40 Jahre alt – könnt Ihr googeln.