„König von Deutschland“ kassiert erneut Haftstrafe

König von Deutschland
Foto: sonnenstaatland.com

Nachdem der selbsternannte König von Deutschland, Peter Fitzek, über keine gültige Fahrerlaubnis mehr verfügt, aber dennoch stets fährt, folgt ein Verfahren dem nächsten. Dieses Mal war das Amtsgericht Dessau-Roßlau mit einer Verurteilung an der Reihe. Wieder ging es um Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Weil der Angeklagte Peter Fitzek mehrmals dabei erwischt wurde, wie er ohne gültige Fahrerlaubnis auf den Straßen unterwegs war, musste er sich vor dem Amtsgericht Dessau-Roßlau verantworten. Fitzek hatte bereits 2012 seinen „richtigen“ Führerschein abgegeben und durch ein selbst erstelltes Fantasiedokument ersetzt. Er selbst sagt dazu, dass er damit nicht erklären wollte, auf sein Recht, Auto zu fahren, verzichten zu wollen, sondern lediglich sein Rechteverhältnis mit der Bundesrepublik Deutschland aufheben wollte. Doch das zuständige Verwaltungsgericht stellte bereits fest, dass Fitzek mit der Rückgabe des Führerscheins rechtswirksam auf seine Fahrerlaubnis verzichtet habe.

Bereits in Wittenberg ist er zu sieben Monaten und in Hof zu fünf Monaten Haft verurteilt worden. Diverse Ermittlungsverfahren sind noch anhängig. Das Amtsgericht Dessau-Roßlau verurteilte Fitzek schließlich zu 15 Monaten Haft. Eine Bewährung komme wegen der beharrlichen Nichtakzeptanz des Angeklagten nicht in Betracht. Der Angeklagte habe sich als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen erwiesen. Da Fitzek generell über keine Fahrerlaubnis mehr verfügt, erging eine isolierte Sperre von einem Jahr und sechs Monaten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weil Fitzek dagegen das Rechtsmittel der Berufung eingelegt hat. Und das, obwohl er als Reichsbürger eigentlich die deutsche Gerichtsbarkeit und die Gesetze nicht anerkennt. Sein einstiges Königreich befindet sich mittlerweile in Zwangsabwicklung durch einen Rechtsanwalt für die BaFin. Fitzek hatte ohne Genehmigung eine eigene Bank und diverse Versicherungen betrieben und hierfür „Prämien“ seiner Anhänger kassiert.

Fundstelle:
mdr.de vom 05.04.2016
Prozessbericht auf sonnenstaatland.com vom 06.04.2016

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  • Christian Krause

    Bin erleichtert, dass nicht Eko Freh gemeint ist.