Niederlage für den Louis-Vuitton-Hähnchengrill

Niederlage
Foto: Symbolbild

Ein Hähnchengrill-Inhaber aus Südkorea legte sich mit der französischen Modemarke „Louis Vuitton“ an. Letztendlich musste er eine Niederlage einstecken. Weil er seinen Grill „Louis Vuiton Dak“ nannte – als Anspielung auf „tongdak“, den koreanischen Begriff für „ganzes Huhn“ – wurde ihm von einem südkoreanischen Gericht die Nutzung des Namens verboten.

Auch das Logo ähnelte nach Ansicht des Gerichts stark dem der Modemarke. Das Gericht folgte schließlich dem Antrag von Louis Vuitton, der die Nutzung des Namens und des Logos als rufschädigend empfand und sprach eine Entschädigung von täglich umgerechnet 400 Euro aus, sollte der Inhaber den Namen und das Logo weiterhin für seinen Imbiss nutzen.

Daraufhin nannte der Inhaber seinen Grill „chaLouisvui tondak“ und war der Ansicht, der Aufforderung zur Namensänderung nachgekommen zu sein. Damit konnte er weder Louis Vuitton noch das Gericht überzeugen. Nach einer erneuten Klage durch die Modemarke war der zuständige Richter der Ansicht, dass der neue Name laut ausgesprochen immer noch eine starke Ähnlichkeit aufweist, da darin ja „Louis Vuitton“ enthalten sei und nur davor ein „cha“ und danach ein „dak“ stehe. Daher verurteilte das Gericht den Imbiss-Inhaber zu einer Entschädigungszahlung von umgerechnet 11.600 Euro für die Nutzung des neuen Namens für 29 Tage. Sollte er den Namen weiter nutzen, erhöht sich die Entschädigung für jeden weiteren Tag.

Fundstelle:
Mashable.com vom 17.04.2016

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