Polizei evakuiert falsches Flugzeug nach Bombendrohung

Bombendrohung
Foto: Symbolbild

Am Hamburger Flughafen ist der Bundespolizei kürzlich ein Fehler passiert, der so eigentlich nicht vorkommen dürfte: Nach einer Bombendrohung wurde ein falsches Flugzeug evakuiert.

Verantwortlich für den Fehler war in erster Linie ein Zahlendreher. Der eigentlich bedrohte Flug hatte die Nummer D8 6501 und das tatsächlich gestoppte Flugzeug die Flugnummer D8 5601. Durch diese Verwechslung stoppten und durchsuchten die Bundespolizisten in Hamburg ein Flugzeug der Fluggesellschaft Norwegian Air, der nach Barcelona gehen sollte. Der eigentlich durch die Bombendrohung bedrohte Flug derselben Airline ging aber nach Teneriffa.

Problematisch ist dabei, dass dieser Fehler nicht einmal selbst der Bundespolizei sondern den Kollegen des Landeskriminalamts und auch erst dann aufgefallen war, als die durch die Drohung gefährdete Maschine mit 178 Passagieren seit eineinhalb Stunden längst am Hamburger Flughafen abgehoben hatte. Der Vorfall ereignete sich am 08. Mai.

Die Bombendrohung hatte eine E-Mail ausgelöst, die am Vorabend des Fluges beim Flughafen Hamburg eingegangen war. Darin wurde angekündigt, dass sich an Bord der betroffenen Maschine des Fluges D8 6501 eine Bombe befinde, die kurz nach dem Start über Hamburg explodieren werde. Als dann letztendlich der Fehler durch das LKA bemerkt wurde, musste die tatsächlich betroffene Maschine, die gerade auf dem Weg nach Teneriffa war, in Madrid zwischenlanden. Dort durchsuchte man das Flugzeug stundenlang und fand glücklicherweise keine Bombe. Der Absender dieser E-Mail konnte bisher nicht ermittelt werden.

Fundstelle:
SPIEGEL.de

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