Münchner will nicht für seine Penisring-Befreiung bezahlen

Penisringe
Foto: Berufsfeuerwehr München

Viel Fingerspitzengefühl hat ein Einsatz der Berufsfeuerwehr München in einer Klinik von den Einsatzkräften der Feuerwehr gefordert: Ein 52-jähriger Mann hatte sich insgesamt 13 Penisringe über sein bestes Stück geschoben. Das Klinikpersonal war außerstande, diese wieder zu entfernen. Die Feuerwehr löste das Problem mit Trennschleifern und stellte dem Mann nun eine Rechnung über 693 Euro aus, da man von einer „grob fahrlässigen“ Handlung ausgeht. Doch der Mann weigert sich zu zahlen, so dass es zu einem Prozess kommen könnte.

Der Ausgangsfall:

Die Nothilfe eines Münchner Krankenhauses verständigte die Integrierte Leitstelle und forderte das feinmechanische Werkzeug der Berufsfeuerwehr an. Die Besatzung des Hilfeleistungslöschfahrzeugs der Hauptfeuerwache fand kurz darauf in der Nothilfe einen 52 Jahre alten Mann vor, der sage und schreibe dreizehn Penisringe über sein Glied geschoben hatte. Wie sich bei der Befragung des Mannes herausstellte, trug er die aus Edelstahl und Stahl bestehenden Ringe bereits seit vier Tagen. Weil diese sich aber nicht mehr entfernen ließen und die Schmerzen immer größer wurden, suchte er schließlich Hilfe in der Klinik. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr entfernten mit zwei kleinen Trennschleifern in aufwendiger und äußerst vorsichtiger Arbeit Ring für Ring. Nach einstündiger Schneidarbeiten waren sämtliche Ringe entfernt und die Ärzte konnten sich weiter um den Patienten kümmern.

Nun flatterte dem Befreiten eine Rechnung in Höhe von 693 Euro ins Haus: Die Feuerwehr stufte den Vorfall als „grobe Fahrlässigkeit“ ein. Diese Einstufung ist Voraussetzung für eine Gebührenerhebung. Damit wären 53 Euro pro Penisring fällig. Doch der 52-Jährige hat Widerspruch erhoben. Es müsste ihm – sollte es zu einem Prozess kommen – leichtsinniges Verhalten nachgewiesen werden. Ob es aber tatsächlich zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt, bleibt abzuwarten.

Fundstelle:
queer.de vom 18.07.2016

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    Ein Ring… okay, kann mal passieren, wenn man sich in der Große vertut. Immer noch mittelmäßig blöde, aber sicher nicht grob fahrlässig, aber 13!? Wieso? Wieso braucht man 13 dieser Ringe? Das ist entweder besonders blöde, eine besonders blöde Mutprobe/Wette oder… ach ich hab keine Ahnung. Dem gesunden Menschenverstand läuft dies auf jeden Fall entgegen und ich kann die Entscheidung der Feuerwehr gut nachvollziehen und stehe da durchaus hinter.