Waschbär führt Polizei zu Marihuana-Plantage

Waschbär

Beim Eindringen durch das Kellerfenster eines Mehrfamilienhauses wurde der Täter eingeklemmt und die Feuerwehr musste alarmiert werden. Das ungewöhnliche an diesem Fall: Der „Täter“ ist vierbeinig und der Star in dieser Geschichte – ein Waschbär als Drogenermittler.

Die Feuerwehr Leipzig-West rückte am Nachmittag zum Einsatz aus: Ein Waschbär versuchte durch das Kellerfenster in ein Mehrfamilienhaus zu gelangen und wurde dabei eingeklemmt. Zur Befreiung des Tieres wurde das Fenster aufgehebelt, wobei man eine interessante Entdeckung machte: Im Keller befand sich eine Marihuana-Plantage.

Die herbeigerufene Polizei durchsuchte die Räume und fand dabei 152 kleine, sowie sechs große Marihuana-Pflanzen. Zum Betrieb der Plantage wurden die Räumlichkeiten entsprechend umgebaut und mit einer Luftfilteranlage, sowie Ventilatoren ausgestattet. Ferner wurden im Keller getrocknete Pilze sichergestellt.

Der 29 Jahre alte Mieter des Kellers machte bei seiner Vernehmung durch die Polizei widersprüchliche Angaben. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

Der heldenhafte Waschbär überstand die Geschehnisse unverletzt und flüchtete direkt nach seiner Befreiung. In Anbetracht des Zufalles, der diese Entdeckung erst möglich machte, ist nicht davon auszugehen, dass die Polizei ihre Drogenspürhunde bald durch Waschbären ersetzt.

Fundstelle:
lvz.de vom 19.07.16

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