Zum Spaß in die Radarfalle – 1263 Euro Urlaubssouvenir

Radarfalle
Foto: Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Vier Urlauber aus Arabien dachten wohl, sie könnten sich mit einem Blitzerfoto einen Spaß erlauben und dabei ungeschoren davonkommen. Ganze 93 km/h zu schnell raste ihr Wagen durch die Radarfalle. Doch die Polizei wartete bereits am Flughafen, um den Verkehrssündern ihr teures Souvenir in Rechnung zu stellen.

Den Männern muss bewusst gewesen sein, dass es auf der Autobahn A8 am Irschenberg einen stationären Blitzer gibt. Mit 193, statt der erlaubten 100 km/h durchfuhren sie mit ihrem Mietwagen die Radarfalle. Im Opel Astra posierten die Insassen für das Gruppenfoto. Der Beifahrer zeigte das „Peace-Zeichen“.

Der Plan, die Behörden zu verspotten und ungeschoren ins Heimatland zurück zu fliegen, ging jedoch nicht auf. Die Beamten der Autobahnpolizeistation Holzkirchen ermittelten über das Kennzeichen die Daten des Mietvertrages des Tatfahrzeugs. Pünktlich zum vereinbarten Rückgabetermin standen dann schließlich die Kollegen der Flughafenpolizei am Mietwagenschalter bereit.

Stattliche 1263,50 Euro Sicherheitsleistung für die begangene Temposünde wurden vom 20 Jahre alten Fahrer gefordert. Da dieser die Summe nicht alleine aufbringen konnte, mussten die vier Freunde jeweils Geld abheben, um den Geldbetrag gemeinsam aufzubringen.

Erst als der fällige Betrag übergeben wurde, durfte das Quartett zurück in die Vereinigten Arabischen Emirate fliegen – mit einer Urlaubserinnerung, die sie so schnell nicht vergessen werden.

Quelle:
pnp.de vom 18.08.16

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  • JdH

    Die Bußgelder sind einfach lächerlich niedrig in Deutschland.