Bis dass der Knast uns scheidet

Knast
Foto: Lawrence John Ripple / Facebook.com

„Bis dass der Knast uns scheidet“ – dachte sich wohl Lawrence John Ripple. Der 70-jährige US-Amerikaner überfiel eine Bank, weil er ins Gefängnis wollte. Als Grund gab er an, er wolle lieber in den Knast als noch eine Minute länger zu Hause bei seiner Ehefrau zu bleiben.

Am 02. September 2016 spazierte er seelenruhig in eine Bank in Kansas City, ging zu einem Bankangestellten und übergab ihm einen Zettel, auf welchem „Geben Sie mir Geld, ich habe eine Waffe“ stand. Der Angestellte folgte der Anweisung und übergab ihm Bargeld. Er hätte einfach abhauen und sich ein schönes Leben machen können – ohne Ehefrau. Stattdessen wartete er im Eingangsbereich der Bank auf seine Festnahme. Als ein Wachmann auf ihn zuging, antwortete Ripple: „Ich bin der Typ, den Sie suchen“. Anschließend nahm ihm der Wachmann das Bargeld ab und rief die Polizei, welche im selben Gebäudekomplex wie die Bank untergebracht ist, was zeigt, dass Ripple kein Risiko eingehen wollte.

Den Polizisten erzählte er sogar von seinen Eheproblemen. Er habe den Zettel an den Bankangestellten sogar vor den Augen seiner Ehefrau geschrieben und ihr ins Gesicht gesagt, dass er lieber im Gefängnis sein wolle, als weiterhin zu Hause bei ihr. Für eine Scheidung oder Trennung war er anscheinend nicht mutig genug. Letzten Dienstag folgte die Anklage wegen Raubes. Ripple soll Gerichtsunterlagen zufolge gesagt haben, er brauche keinen Verteidiger. Wahrscheinlich wollte er auch wirklich sicher gehen, dass er nicht mehr nach Hause muss.

Fundstellen:
Dailymail.co.uk
Süddeutsche.de

Schlagworte:
, , , , , , ,