Cannabis-Kuchen führt zu Einsatz von Polizei und Rettungsdienst

Cannabis-Kuchen
Foto: Symbolbild

Ein mit Cannabis angereicherter Schokoladenkuchen sorgte in einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern für einen größeren Einsatz von Polizei und Rettungsdienst. Mehrere Frauen und Männer mussten wegen Übelkeit und Erbrechen behandelt werden, einige wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt gegen den Bäcker wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Am 17.09.2016 gegen 20:30 Uhr kamen der Rettungsdienst und die Polizei in Ribnitz-Damgarten mit ungewöhnlichen Hinweisen über den Notruf zum Einsatz. Eine 23- und eine 46-jährige Frau bekamen während eines Spazierganges gesundheitliche Probleme. Ein Bürger rief den Rettungsdienst, der die Damen in die Boddenklinik nach Ribnitz-Damgarten brachte.

An einem anderen Ort in Damgarten waren bereits ein weiterer Notarzt und Rettungskräfte im Einsatz, um Personen zu versorgen, die ebenfalls einer ärztlichen Betreuung bedurften. Ein Paar (51 und 56 Jahre alt) hatte sich übergeben müssen und wurde durch die Rettungskräfte in das Klinikum Stralsund gebracht.

Innerhalb kürzester Zeit mussten in Damgarten insgesamt sechs Personen im Alter von 23 bis 56 Jahren wegen Übelkeit und Erbrechen behandelt werden. Die Ursache war bei allen dieselbe. Sie hatten vom selben Schokoladenkuchen gegessen. Den hatte ein 42-Jähriger gebacken und seinen Bekannten angeboten. Nach seinen Angaben hatte er, neben den üblichen Zutaten, die Backmischung auch mit ein paar Tropfen Cannabis-Öl vermischt. Auch er hatte von dem Kuchen gegessen und musste sich noch während der Befragung durch die Polizei übergeben.

Der Rest des Kuchens wurde als Beweismittel und zur Untersuchung sichergestellt, die Kriminalpolizei ermittelt nun mit dem Verdacht der gefährlichen Körperverletzung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen den Mann.

Allen Neugierigen sollte es eine Warnung sein und ein Selbstversuch in dieser Richtung unterbleiben, gibt die Polizei abschließend an.

Fundstellen:
stern.de vom 18.09.2016
Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Neubrandenburg vom 18.09.2016

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  • TheRealFoo

    Wie bei jedem Kochrezept: Erst selbst probieren, bevor man es anderen vorsetzt!