Ordnungsamt Köln: Seifenblasen-Verbot in der Öffentlichkeit?

Seifenblasen-Verbot
Foto: Symbolbild

Große, schillernde Seifenblasen, die durch die Fußgängerzone schweben, verzückte Eltern und ihre Kinder, die den Blasen hinterherlaufen, um sie mit dem Finger zerplatzen zu lassen. Das soll in Köln nun wegen eines Seifenblasen-Verbots der Vergangenheit angehören. Wer dort in den Öffentlichkeit Seifenblasen pustet, dem droht laut Stadtordnung ein Bußgeld von bis zu 510 Euro.

Gemäß § 3 der Kölner Stadtordnung ist die Verunreinigung von öffentlichen Flächen verboten. Hierzu gehört insbesondere das Wegwerfen von Abfällen und das Ausspucken von Kaugummi. Auch das Beschmieren und Besprühen von öffentlichen Anlagen sowie das Anbringen von Werbung jeglicher Art ist verboten.

Grundsätzlich kann man die Bemühungen der Stadt, ein sauberes und ordentliches Stadtbild zu erhalten, nachvollziehen. Jeder, der schon einmal einen Kaugummi am Schuh kleben hatte, wird auch dieses Verbot gut verstehen können. Die Begründung für das Seifenblasen-Verbot hört sich jedoch eher kleinlich an:

Die Seifenlauge enthalte Spülmittel und dieses schädige die Umwelt. Sowohl beim Platzen der Seifenblasen als auch beim Schöpfen der Flüssigkeit aus dem Behälter gelange Seifenlauge auf die Straße und den Rasen. Dies stelle eine „Verunreinigung der öffentlichen Fläche“ im Sinne des § 3 der Stadtordnung dar. Außerdem würden professionelle Seifen-Künstler eine „Belästigung der Allgemeinheit“ darstellen. Für die Fußgänger bestünde zudem „akute Rutschgefahr“.

Ob die Menge der Chemikalien in der Lauge wirklich geeignet ist, die Umwelt nachhaltig zu gefährden, ist jedoch eher fragwürdig. Fakt ist, dass es bisher keine Beschwerden über die Seifenblasen-Künstler gab, die bereits fest zum Stadtbild dazugehören und bisher unter anderem am Weltkindertag regelmäßig aufgetreten sind.

Mehrere hundert Kölner haben am Sonntagnachmittag daraufhin vor dem Dom in einer Flashmob-Aktion Seifenblasen in die Luft gepustet, um gegen das Verbot zu demonstrieren. Das Ordnungsamt ließ daraufhin klarstellen, dass Seifenblasen nicht per se verboten seien, professionelle Künstler müssten sich jedoch an gewisse Vorgaben halten. Es stellt sich also die Frage, wie diese „Regelungen“ in Zukunft gehandhabt werden.

Fundstelle:
ksta.de

Stadtordnung (Volltext):
stadt-koeln.de

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  • Monaco Miracle

    *Spülmittel, sans „h“

  • Mehrzeller

    Seifenlauge verunreinigt also ^^ Ich dacht immer damit kann man putzen, vor allem diese Kreide Bilder von Kindern auf dem Gehwegen.

    Akute Rutsch Gefahr ist auch jut! Na solange keine U-Bahn Tunnel einstürzt.